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Das Wilhelm Löhe Institut für Ethik der Gesundheits- und Sozialwirtschaft (WLE)

 

Wir sind:

Eine Initiative der Wilhelm Löhe Hochschule Fürth (WLH)

 

Die Metropolregion Nürnberg – Erlangen – Fürth steht international für einen starken Wirtschafts-, Wissenschafts- und Forschungsschwerpunkt im Gesundheitsbereich. In der Tradition von Wilhelm Löhe bildet die von der Diakonie Neuendettelsau gegründete WLH hier seit Herbst 2012 Führungspersönlichkeiten für den Gesundheits- und Sozialmarkt aus. Diese werden in Zukunft mit Fachkompetenz und mit wertebasiertem Ethos Verantwortung übernehmen und innovativ die Sozialsysteme der Zukunft mitgestalten. Die WLH fühlt sich auch dem Erbe Ludwig Erhards verpflichtet, der als großer Sohn der Stadt Fürth die ordnungspolitische Idee der Sozialen Marktwirtschaft begründet hat. Mit Wirkung vom 6. Februar 2015 hat die Hochschulleitung der WLH das WLE als Institut der WLH gegründet.

 

Wir thematisieren:

Ethische Fragen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft

 

Der wachsende Gesundheits- und Sozialmarkt ist hoch komplex und erfordert interdisziplinäre Kompetenz. Ökonomische, technische oder gesundheitswissenschaftliche Expertise gewinnt durch eine stimmige Werteorientierung. Als grundsätzliche ethische Herausforderungen sehen wir etwa:

  • das Verständnis von menschlichem Leben, von Lebensqualität, Gesundheit und Tod mit entsprechenden Folgen für juristische wie moralische Ansprüche und Pflichten,
  • konkrete Orientierungshilfen für Dilemmasituationen zwischen Lebensschutz, Lebensqualität und angemessener Medikation,
  • die Finanzierung und gerechte Allokation von Versorgungs- und Pflegeleistungen sowie Distributionsentscheidungen,
  • menschengerechte Pflege angesichts demographischer Verschiebungen,
  • Forschungs- und Forscherethos etwa in den Bereichen Gesundheitstechnik und Pharmaindustrie,
  • Führungsethos und Unternehmenskultur von Trägern und Anbietern oder
  • die Zukunftsfähigkeit wertegebundener Anbieter auf dem Gesundheits- und Sozialmarkt in pluralistischer Gesellschaft.

Lösungsvorschläge interpretieren theoretisch und praktisch die in Art 1 GG kodifizierte Menschenwürde mit ihren Konsequenzen für unsere Sozialkultur. Eine reflektierte Wertebasis hilft, politisch gegebene Antworten begründet zu hinterfragen und Würdemündigkeit an die Stelle pragmatischer Normativität des Faktischen zu setzen. In dieser Verantwortung auch vor der in Art. 20 und Art. 28 GG kodifizierten Sozialstaatlichkeit macht sich eine Ethik des Gesundheits- und Sozialmarktes zum Anwalt des in Art 1 GG Gemeinten. Ethik des Gesundheits- und Sozialmarktes ist so ein Gradmesser für das Werteverständnis unserer Gesellschaft.

 

Wir vertreten:

Ein einladendes christliches Profil

 

In der Tradition von Wilhelm Löhe sowie der ganzen Breite diakonischen und caritativen Engagements der Kirchen ist das in der Bibel bezeugte christliche Menschenbild mit seinen normativen Implikationen unsere ökumenische Grundlage. So soll die Unantastbarkeit der Würde erfolgreich operationalisiert werden, für den politischen Meinungsbildungsprozess einerseits, für praktische Orientierungen in Krankenhäusern, Pflege- und Sozialeinrichtungen, Krankenkassen, Pharmaunternehmen, Sozialverbänden u.a. andererseits. Christlichkeit versteht sich als dialogische Einladung an andere Ethiken, die sich ehrlich auf der Grundlage ihrer Begründung der Menschenwürde den wesentlichen sozialethischen Herausforderungen stellen. Die Gesundheits- und Sozialwirtschaft stehen dabei für uns im Mittelpunkt, ebenso ihre gesellschaftlichen Kontexte.

Die Satzung des Instituts finden Sie hier.

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