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Hochschulgremien konstituieren sich – Vizepräsident bestellt

Die Wilhelm Löhe Hochschule für angewandte Wissenschaften blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2014 zurück, so Präsident Prof. Dr. Dr. h. c. Peter Oberender in seinem Jahresrückblick. Mit der Besetzung der Professuren „Gesundheitswissenschaften“, „Pflegewissenschaften“ sowie „ Innovations- und Veränderungsmanagement“ konnte das inhaltliche Spektrum deutlich ausgebaut werden. Für weitere drei Professuren („Bio- und Medizinethik“, „Gesundheitsmanagement“ sowie „Sozialpädagogik“) läuft das Berufungsverfahren, so dass der Start des konsekutiven Masterstudiengangs „GesundheitsWirtschaft und Ethik“, der im Wintersemester 2015 beginnen wird, organisatorisch und strukturell gut begleitet werden kann.  Auch der institutionelle Aufbau hat sich, so Präsident Prof. Oberender weiter, gut entwickelt.

Mit der Berufung der hauptamtlichen Kanzlerin, Frau Dr. König, zum 1. Oktober 2014 wurde Hochschulmanagement- und Verwaltungskompetenz gewonnen. In weiteren Schritten gilt es nun, diese Entwicklung fortzusetzen.

Noch im Januar wird sich der Senat konstituieren und in der Folge dann der Hochschulrat. Insbesondere sei mit Wirkung zum Jahresbeginn Prof. Dr. Jürgen Zerth als Vizepräsident berufen worden. Prof. Zerth, der als Leiter des Forschungsinstituts IDC bereits in der Gründungshochschulleitung tätig war, soll als Vizepräsident  insbesondere den weitere institutionellen Aufbau der Hochschule begleiten und vor allem die Forschungsstrategie der WLH weiter ausbauen.

Im neuen akademischen Jahr sieht sich die WLH laut Präsident Prof. Oberender gerüstet und möchte ihre Verankerung in der akademischen Community sowie in der gesellschaftlichen Welt noch weiter verstärken. In dieser Hinsicht biete das Profil der WLH, ökonomische und ethische Fragestellungen als Einheit im Lichte von Gesundheits- und Pflegeentwicklungen zu sehen, eine große Chance und auch eine Verpflichtung. Die WLH möchte daher mit einem Ethikinstitut zeitnah starten. Dieses soll den akademischen und gesellschaftspolitischen Austausch befördern und sich als Akteur im gesellschaftspolitischen Diskurs etablieren.

Aktuelle Fragen der Gesundheitsökonomie

Forschungsworkshop „Dibogs“ beleuchtete aktuelle Fragen der Gesundheitsökonomie

Die WLH (Prof. Jürgen Zerth) war Gastgeber des Forschungsworkshop „Dibogs“, der insbesondere für jüngere Wissenschaftlicher (Promotionsphase) als auch für Post-Doktoranden der Gesundheitsökonomie vor 10 Jahren von damaligen Nachwuchswissenschaftlern  gegründet wurde.  Am Dibogs 2014 nahmen 18 Wissenschaftler aus unterschiedlichen Orten Deutschland sich zwei Tage Zeit, um insgesamt acht unterschiedliche Papiere zu verschiedenen Fragestellungen etwa von „Beitragsrückerstattungen in der Krankenversicherung“, „Qualitätsreaktionen bei veröffentlichten Pflegenoten“ oder „Zahlungsbereitschaftsmessungen zur Ausgestaltung des Pflegeversicherungsschutzes“ zu diskutieren. Beispielsweise konnte bei der Diskussion über die Effekte der Veröffentlichung von Pflegenoten einerseits empirisch gezeigt werden, dass die Publikationspflicht Qualitätsanstrengungen von Pflegeanbietern deutlich befördert haben, aber gerade auch die „Tunneleffekte“ in der Berichterstattung und die fehlende Auseinandersetzung um Ergebnisqualitätsmerkmale weiteren Diskussionsbedarf offenlegen.

Im Dibogs-Workshop werden in einem Call for Paper Wissenschaftler aufgefordert, Diskussionspapiere oder auch Papiere „work in progress“ zur Diskussion zustellen und zwar dergestalt, dass jeweils ein Korreferat das Papier vorstellt, einordnet und die Diskussion eröffnet.  Dabei hat sich das Ziel der Dibogs-Gründer – u. a. Prof. Björn Kuchinke (Uni Weimar) und Prof. Jürgen Zerth (WLH) – einen Raum für konstruktive, zielführende und faire Diskussionen zu eröffnen über die letzten 10 Jahre erhalten. Die gegenwärtige Organisationsriege des Dibogs, Prof. Andreas Schmid (Uni Bayreuth), Prof. Annika Herr (Uni Düsseldorf) und Dr. Laura Birg (Uni Goettingen) konnten ein erfolgreiches Fazit  des Workshopes konstatieren und bereits zum nächsten Dibogs-Workshop zur gleichen Zeit, voraussichtlich in Bielefeld, einladen.

Sparkasse Fürth als Hörsaal für WLH-Studenten

Donnerstag steht das Fach ‚Stakeholder Management‘ im Stundenplan der WLH-Studenten im 5. Semester. Diesmal aber nicht im Seminarraum der WLH, sondern hoch über den Dächern Fürths im Vortragsraum der Sparkassenzentrale. Die Vorlesung halten diesmal: Direktor Hans Wölfel, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Fürth, und sein Vertriebsleiter Stefan Hertel. Das Thema: „Öffentlicher Auftrag und regionale Verantwortung der Sparkasse Fürth im medialen Zeitalter“. Elmar Nass, WLH-Professor für Wirtschaftsethik, stellte zu Beginn die besondere Herausforderung der Sparkasse heraus, Wirtschaftlichkeit und Gemeinwohlauftrag miteinander zu verbinden. Direktor Wölfel machte schnell klar, wie froh er sei, dass die kommunalen Träger ein vitales Interesse an einer wirtschaftlich starken Sparkasse haben. Das helfe dem Vorstand in seiner Verantwortung für eine langfristig solide Geschäftspolitik. Öffentlicher Auftrag und regionale Verantwortung dürfen nicht als bloße Gesetzeserfüllung verstanden werden. Vielmehr gehe es um eine starke Identifikation der Mitarbeiter und Kunden mit der Region. Neue Herausforderungen rütteln aber am traditionellen  Profil der Sparkassen, so Wölfel: Das Sparbuch stirbt, Online-Geschäfte sind im Kommen, den Plausch an der Kasse wird es bald nicht mehr geben. Auch mussten einige Zweigstellen geschlossen werden, und in manchen Regionen Deutschlands wird durch große Sparkassen-Fusionen die regionale Nähe zu den Vorständen aufgegeben. Was also unterscheidet dann noch die Sparkasse von privaten Großbanken? Change- und Innovationsmanagement sind gefragt. Stefan Hertel zeigt die Umsetzung anhand einer Zukunftswerkstatt auf, mit der die Sparkasse Fürth sich in Deutschland als Vorreiter versteht. In hierarchiefreier Atmosphäre sind daran 30 Mitarbeiter aus allen Ebenen beteiligt. Das von ihnen formulierte Ziel ist inzwischen Programm: Die neue mediale Welt soll wie selbstverständlich in die traditionell gewachsene Vertrauenskultur integriert werden. Dabei sollen möglichst alle 700 Mitarbeiter mitgenommen werden. Das Reporting dazu fragt dann etwa nach der erfolgreichen Weiterentwicklung einer mobilen Kundenbetreuung, mit der Berater die Geschäftsstelle zum Kunden bringen. Das Prinzip einer Kultur des ‚Mensch-zu-Mensch‘ soll auf neuen Wegen erhalten bleiben. Gleichzeitig wird an der starken Präsenz vor Ort festgehalten, aber eben effizienter auf die Kundenbedürfnisse abgestimmt und mit hoch professionellen Mitarbeitern. Dabei solle  - so eine Studentin – die Sparkasse ihre Geschäftsstellen nicht etwa, wie manche gerade jüngere Kunden vorschlagen, zu peppigen Eventlocations umfunktionieren. Dies könnte Vertrauensverlust bedeuten. Traditionelle Vertrauenskultur schlägt sich ja auch in Zahlen nieder: Gerade in den vergangenen Krisenjahren hat auch die Fürther Sparkasse davon profitiert, das bestätigen Wölfel und Hertel auf Nachfrage eines Studenten. Traditionelles gab es dann auch als kleines Dankeschön von Nass an die beiden Spitzenbanker: Lebkuchen aus der Neuendettelsauer Bäckerei.

Die Studenten des 5. Semesters zusammen mit Professor Dr. Dr. Nass, Direktor und Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Fürth Hans Wölfel und Vertriebsleiter Stefan Hertel

Universitätsverein will öffentliche Wahrnehmung der WLH weiter befördern

Zur ersten Mitgliederversammlung kam der 2013 gegründete Universitätsverein Fürth e. V. zusammen. Der Vorsitzende des Vorstandes, Rektor Prof. Dr. h. c. Hermann Schoenauer, hob in seinem Rechenschaftsbericht die Bedeutung der langfristigen Strategie des Universitätsvereins hervor, die Wilhelm Löhe Hochschule in der öffentlichen Verbreitung und in der Förderung des wissenschaftlichen und akademischen Lebens tatkräftig zu unterstützen. So konnten im ersten Vereinsjahr bereits Mittel für die erste Verleihung des Wilhelm Löhe Preises zur Verfügung gestellt werden. Mit dem Wilhelm Löhe Preis werden unternehmerische Initiativen gewürdigt, die Wirtschaftlichkeit und Gemeinwohlbezug in idealer Weise miteinander verknüpfen helfen. Der Universitätsverein will weiterhin Studierende unterstützen, um die Hürden für ein Studium abbauen zu helfen. In dieser Hinsicht spielen Stipendien und das Einwerben von Stipendien eine wesentliche Rolle, so der Vorsitzende Prof. Schoenauer weiter.

In seinem finanziellen Rechenschaftsbericht konnte Schatzmeister Dr. Rainer Beyer auf eine erfreuliche Entwicklung im ersten Vereinsjahr hinweisen. Gerade ein gutes Verhältnis von persönlichen und institutionellen Mitgliedern gewährleiste eine solide Basis für die weitere Arbeit des Universitätsvereins. Die Mitgliederversammlung sah die Arbeit des Vorstandes im ersten Jahr als gelungen an und erteilte einstimmig dem gesamten Vorstand, dem neben Prof. Schoenauer und Dr. Beyer noch der WLH-Präsident, Prof. Dr. Dr. h. c. Peter Oberender, als stellv. Vorsitzender und der Leiter des Forschungsinstituts IDC, Prof. Jürgen Zerth, als Schriftführer angehören. Die Mitgliederversammlung bestimmte zusätzlich noch Leopold Knorz als Kassenprüfer. Die Mitgliederversammlung konnte gleich eine eigenständige studentische Initiative unterstützen. So hat sich ein studentischer Kreis „Hochschulsport“ entwickelt, den der Universitätsverein zunächst für ein erstes Semester mit einem Zuschuss unter die Arme greift.

Semestereröffnung an der WLH in Fürth

Feierlicher Gottesdienst zur Semestereröffnung an der Wilhelm Löhe Hochschule in Fürth

Fürth, 30. Oktober 2014.

Mit einem feierlichen Gottesdienst in der Stadtkirche St. Michael wurde jetzt das neue Semester an der Wilhelm Löhe Hochschule (WLH) in der Wissenschaftsstadt Fürth eröffnet.  Dabei wurden durch Prof. Dr. h. c. Hermann Schoenauer, Rektor der Diakonie Neuendettelsau, auch die drei neuen Professoren und die neue Kanzlerin Dr. Sabine König, in ihre Ämter eingeführt. Mit dem Wintersemester 2014/ 2015 nehmen Prof. Dr. Stefanie Richter (Professur Gesundheitswissenschaften), Prof. Dr. Christine Fiedler (Professur Pflegewirtschaft) und Prof. Dr. Clifford W. Sell (Professur Innovations- und Veränderungsmanagement) ihre Lehrtätigkeit an der WLH auf. Prof. Stefanie Richter lehrt das Fach „Demografischer Wandel und Pflege“, „Grundlagen Gerontologie“ und „Gesundheitssystemforschung“. Prof. Christine Fiedler (Professur Pflegewissenschaften) unterrichtet die Fächer „Demografischer Wandel und Pflege“ und „Pflegemodelle“. Prof. Clifford Sell lehrt im neuen Semester die Fächer „Markorientiertes Innovationsmanagement“, „Technologie im Gesundheitswesen“ und „Health Care Facility Management“. In seiner Ansprache betonte Rektor Schoenauer die Bedeutung von Bildung für junge Menschen. „Bildung zeigt Perspektiven auf und verspricht sozialen Aufstieg. Sie ermöglicht es, jedem Einzelnen die eigenen Talente zu entfalten, in ein erfolgreiches Berufsleben einzutreten und sich in der Gesellschaft zu engagieren. Gute Bildung ist der Schlüssel für Teilhabe und sozialen Aufstieg. Zugleich bildet sie die Grundvoraussetzung für Wachstum, Wohlstand und Fortschritt in unserem Land, sowie den Erfolg Deutschlands im internationalen Wettbewerb“, so Prof. Dr. Schoenauer. In der Öffentlichkeit wachse das Bewusstsein dafür, dass gute Bildung nicht allein Aufgabe des Staates, sondern der ganzen Gesellschaft sei. Dass Bildung heute gefragt ist, verdeutliche auch die steigende Zahl der Studienanfänger. So sei in den vergangenen Jahren die Zahl der jungen Menschen, die in Deutschland ein Studium aufgenommen haben, deutlich von 356.000 im Jahr 2005 auf mehr als 506.000 im Jahr 2013 gestiegen. Das entspreche einer Erhöhung der Studienanfängerquote von 37 Prozent auf 51 Prozent. Seit 2000 sei die Zahl der Studierenden insgesamt um knapp eine Millionen auf nunmehr 2,6 Millionen im Wintersemester 2013/2014 angewachsen. Mit 31 neuen Erstsemestern steigen auch an der Wilhelm Löhe Hochschule die Studentenzahlen. Insgesamt studieren heute 210 Studenten - 73 von ihnen in den grundständigen Studiengängen (in drei Jahrgängen) und 137 in berufsbegleitenden Studiengängen.

„Bildung ist auch ein wichtiger Schlüssel für die Integration junger Menschen mit Migrationshintergrund in die Gesellschaft. Bildungsbeteiligung und Bildungserfolg von Migranten, verdienen daher ganz besondere Aufmerksamkeit und wo nötig auch Förderung“, sagte Rektor Hermann Schoenauer. Die WLH, eine Gründung der Diakonie Neuendettelsau, trage ihren Teil zur Bildungsquote bei, als eine moderne und leistungsorientierte Ausbildungs- und Forschungsinstitution, für das Sozial- und Gesundheitswesen, sowie für diakonische/caritative und kirchliche Organisationen, verknüpft sie Theorie und Praxis. Schoenauer weiter: „Die Auseinandersetzung mit christlichen Werten und dem christlichen Menschenbild, ermöglichen den Studierenden eine eigene Wertebestimmung für ihr Handeln. Dazu gehören Toleranz und Respekt gegenüber Andersdenkenden und anderen Kulturen sowie die akademische Freiheit zum Selbstverständnis aller Mitglieder der WLH“.

Prof. Dr. h.c. Hermann Schoenauer und WLH Gründungspräsident Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Oberender führten Prof. Dr. Clifford W. Sell, Prof. Dr. Christine Fiedler, Kanzlerin Dr. Sabine König und Prof. Dr. Stefanie Richter in ihre Ämter ein (von links nach rechts).
WLH- Gründungspräsident Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Oberender, Dr. Sabine König, Prof. Dr. Stefanie Richter, Prof. Dr. Clifford W. Sell, Prof. Dr. Christine Fiedler und Prof. Dr. h.c. Hermann Schoenauer (von rechts nach links) beim anschließenden Empfang im Gemeindehaus „Grüne Scheune“ in Fürth.

Wilhelm Löhe Hochschule vergibt erstmals Preis für soziales Unternehmertum

Fürth - Die Wilhelm Löhe Hochschule und der Universitätsverein Fürth haben zum ersten Mal den mit insgesamt 13.000 € dotierten Wilhelm-Löhe-Preis vergeben. „Wer innovativ gesellschaftliche Verantwortung am Sozialmarkt zu seiner Unternehmensidee macht, hat ein zentrales Anliegen Sozialer Marktwirtschaft verstanden. Solche unternehmerischen Erfolgsmodelle prämiert der Wilhelm-Löhe-Preis", so das Jurymitglied Prof. Dr. Dr. h. c. Peter Oberender, Präsident der Wilhelm Löhe Hochschule.

Aus zahlreichen kreativen und spannenden Bewerbungen aus dem ganzen Bundesgebiet wurden 4 Preisträger ausgewählt, die am Freitag zur öffentlichen Preisverleihung nach Fürth gekommen waren und mit ihren Präsentationen im Foyer der Wilhelm Löhe Hochschule vorstellten. Umrahmt von launigen aber passenden musikalischen Einlagen von Max Neumüller und moderiert von Ulrike Nikola vom Bayerischen Rundfunk übergaben Professor Hermann Schoenauer, Rektor der Diakonie Neuendettelsau, und Professor Peter Oberender die mit insgesamt 13.000 € dotierten Preise.

Der erste Preis (5.000€) ging an das Projekt ‚Ruby Cup‘ aus Berlin, das mit Menstruationstassen vor allem in Afrika jungen Mädchen die Möglichkeit zu schamfreiem Schulbesuch ermöglicht. Evi Kurz, Vorsitzende des Ludwig-Erhard-Initiativkreises, würdigte in ihrer dialogischen Laudatio Mut und Kreativität der Unternehmung. Eva Brandt, Sprecherin für das Projekt, entlockte es ein spontanes ‚Wow‘, als sie den eigens vom Fürther Künstler Reza Tabrizi gestalteten Preis in Empfang nahm. Und sie ergänzte: „Eine so tolle und offene Atmosphäre wie hier an der WLH habe ich bisher selten erlebt."

Der zweite Preis (3.000 €) ging einmal an das Suchtpräventionsmodell ‚Kamillus meets school‘ des Alexianer Krankenhauses in Köln. Schüler werden in Kontakt mit suchtkranken Menschen gebracht. Der zweite Preis (3.000 €) wurde auch vergeben an das Präventionsprogramm ‚My Fertility Matters e.V." aus Purchheim. Über eine freie Initiative wurde ein Bildungsprogramm zur sexualpädagogischen Erziehung entwickelt, das sich am christlichen Menschenbild orientiert. Der dritte Preis (2.000 €) ging an die Pflegedirektoren der Hospitalvereinigung St. Marien in Köln für das Projekt ‚Dementia Care‘: In eigener Initiative wurde ein speziell auf die Pflege dementiell erkrankter Menschen abgestimmtes Bildungsprogramm entworfen und erfolgreich umgesetzt.

Laudatoren und Publikum in der voll besetzten Bibliothek der WLH spendeten reichlich Lob und Applaus für diese tollen Ideen. Denn sie lassen einem bloßen Reden über Soziale unternehmerische Taten folgen und gestalten so eine Gemeinwohlkultur gegenseitiger Verantwortung und Vertrauens. Jurymitglied Prof. Elmar Nass, der auch katholischer Priester ist, hält den Preis für ein wichtiges Signal für unsere Sozialkultur: „Mir ist nicht bange um die Kultur unseres Sozialmarktes, wenn ich die großartigen Innovationspotentiale sehe, die die Bewerber aus ganz Deutschland in sozialen Projekten umsetzen. Mich freut dabei besonders der humane und immer noch starke christliche Unternehmergeist.

Links zu den Eigendarstellungen der Preisträger

http://www.ruby-cup.com/de/

http://www.mfm-projekt.de/

http://www.perspektive-demenz.de/

Verleihung des 1. Preises an Ruby Cup v.l. Evi Kurz, Vorsitzende des Vorstandes des Ludwig-Erhard-Initiativkreises Fürth, Prof. Dr. h.c. Hermann Schoenauer, Rektor der Diakonie Neuendettelsau, Eva Brandt von Ruby Cup, Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Oberender, Präsident der WLH
Verleihung des 2. Preises an Kamillus meets school v.l. Prof. Dr. h.c. Hermann Schoenauer, Rektor der Diakonie Neuendettelsau, Dr. Ulrike Klose von Kamillus meets school, Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Oberender, Präsident der WLH
Verleihung des 2. Preises an My Fertility Matters v.l. Prof. Dr. h.c. Hermann Schoenauer, Rektor der Diakonie Neuendettelsau, Prof. Dr. Dr. Elmar Nass, Wilhelm Löhe Hochschule, Dr. Elisabeth Raith-Paula und Dr. Veronika Wolf von My Fertility Matters, Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Oberender, Präsident der WLH
Verleihung des 3. Preises an Dementia Care v.l. Prof. Dr. h.c. Hermann Schoenauer, Rektor der Diakonie Neuendettelsau, , Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Oberender, Präsident der WLH, Renate Luttenberger und Susanne Krey von Dementia Care

Sozialunternehmertagung an der WLH

Prof. Starbatty bei seinem Vortrag

An der Wilhelm Löhe Hochschule soll in demokratisch gebotener Verantwortung den Prinzipien einer offenen und konstruktiven Diskussion von kontroversen wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Themen Rechnung getragen werden. Dies hat die von der WLH ausgerichtete Tagung „Sozialunternehmer – Gestalter Sozialer Marktwirtschaft" am 17.10.2014 eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Der Überschrift entsprechend stand eine Bestimmung des ‚Sozialen‘ für die Unternehmens-verantwortung im Mittelpunkt. Was das Soziale genau heißt, dafür gibt es keine dogmatische Deutungshoheit, sondern es müsse darum gehen, unterschiedliche Positionen und Deutungsansätze in Forschung und Lehre zu adressieren, so Präsident Prof. Oberender zu Beginn der Tagung. Das bedeute jedoch nicht, die eigene Wertorientierung der Hochschule, die auf dem Bekenntnis zu einem christlich-freiheitlichen Bildungsauftrag aufbaue, zu verschweigen. Unternehmertum und soziale Verantwortung seien Grundelement einer sozialen Marktwirtschaft, so Präsident Oberender weiter.

Im Eröffnungsvortrag der Tagung erinnerte Prof. Starbatty daran, was die Gründerväter der Sozialen Marktwirtschaft unter dem Sozialen verstanden. Der emeritierte Tübinger Volkswirt ist Schüler von Alfred Müller-Armack, der gemeinsam mit Ludwig Erhard die Soziale Marktwirtschaft erdacht und umgesetzt hat. Ausgehend von Aristoteles stellte Starbatty ebenso kurzweilig wie tiefsinnig die unternehmerische Verantwortung der Gier mancher Manager entgegen. Im Einklang mit Menschenbild und Sozialethik des Christentums stehen dabei für ihn persönliche Vorbildfunktion und institutionelle Anreizsysteme im Mittelpunkt. Manager und Unternehmer haben in besonderer Weise die Verantwortung zu ökonomischem Erfolg und menschlichem Umgang mit dem Personal zu vereinen. Beides ist dann kein Widerspruch, wenn am Markt freie Arbeitsplatzwahl mit vertrauensstabilisierenden Regeln für die Arbeitsorganisation verknüpft werden können. Starbatty fordert ein nachhaltiges Management: Die kurzfristige Orientierung am Shareholder-Value verleite zu einer unsoliden Geschäftspolitik. Mit Verweis auf das Haftungsprinzip von Walter Eucken kritisierte Starbatty scharf die Boni-Praxis großer Unternehmen, wenn diese mit kurzen Dienstverträgen von Vorständen gekoppelt sei. Dies fördere die Gier und Verantwortungslosigkeit. „Wer beim Erfolg den Managern Boni zahlt, muss bei Missmanagement auch Mali verlangen", so seine Forderung zur Förderung gemeinwohlorientierten Managements. Wenn es in der Marktwirtschaft um das Soziale geht, dann geht es immer um Menschen und Regeln im Dienst einer Kultur des Vertrauens, so das Fazit in der folgenden Diskussion. Eine Studentin aus dem 5. Semester wunderte sich anschließend über manche öffentliche Kritik im Vorfeld: „Der Vortrag war sehr interessant die Inhalte lassen sich gut mit Vorlesungsthemen zu Grenzen und Chancen marktwirtschaftlicher Systeme und deren ethischen Bewertung verbinden. Es wurden wissenschaftliche Argumente vorgetragen, die zum Weiterdenken anregen."

Anschließend trug Dr. Stehle als Mitglied der Geschäftsführung von Novartis Deutschland auf an-schauliche Weise Spannungsfelder zwischen den vielfältigen Erwartungen vor, die an Unternehmen von Kunden, Patienten, Mitarbeitern, Aktionären, Aufsichtsbehörden und Gesellschaft herangetragen werden. Dr. Stehle erläuterte in differenzierter Weise die Ansätze von Novartis, das Motto, „Caring and Curing", in Entscheidungen zwischen der Entwicklung von Medikamenten für seltene oder für weit verbreitete Krankheiten, der Notwendigkeit von Tierversuchen oder in der Frage der Verbesserung der Grundversorgung weltweit oder des Ausbaus der Versorgung in Deutschland und Europa, umzusetzen. Direkte Auswirkung davon sind Fördermöglichkeiten und Projekte auf verschiedenen Ebenen, zwischen dem Novartis Institute for Tropical Diseases und der Zusammenarbeit mit der WHO einerseits und lokalen Projekten wie dem Community Partnership Day andererseits.

Am Nachmittag wurden in Workshops mit acht Vorträgen zahlreiche Facetten sozialen Unternehmertums beleuchtet: Entstehungsgeschichte, innovative Finanzierungsideen, Forschungen zu spiritueller Unternehmenskultur oder Beispiele aus der Praxis wie die Stiftergemeinschaft der Sparkasse Fürth oder das internationale Medikamentenhilfswerk ‚action medeor‘ aus Tönisvorst am Niederrhein. Referenten und Teilnehmer der Tagung inspirierten sich mit Ideen und ihren eigenen Erfahrungen in spannenden Diskussionen.

Vorlesungsexkursion „Gesundheitsmanagement“

Vorlesungsexkursion „Gesundheitsmanagement“ gab interessante Einblicke in Versorgungskonzepte Gesundheit und Pflege

Ziel des Studiums an der Wilhelm Löhe Hochschule ist ein regelmäßiger Abgleich der theoretischen Erkenntnisse mit praktischen Anwendungsbeispielen. In diesem Zusammenhang spielen organisierte Exkursionen eine wichtige Rolle. So konnten die Teilnehmer der Lehrveranstaltung „Gesundheitsmanagement“ (Prof. Dr. Jürgen Zerth) im Rahmen einer Exkursion nach Bamberg einerseits Aspekte eines integrierten Gesundheits- und Sozialunternehmens in Augenschein nehmen als auch andererseits musterhaft eine Lösung technisch-unterstützten Wohnens in den eigenen vier Wänden besichtigen. Auf Einladung des Vorstand Finanzen, Johannes Goth, waren die Studierenden eingeladen, mit Verantwortlichen der Sozialstiftung Bamberg über die Strategie dieses kommunal-getragenen Unternehmens diskutieren. Die Sozialstiftung Bamberg vereinbart das Klinikum Bamberg, verschiedene ambulant-stationäre Angebote sowie Einrichtungen zur Langzeitpflege und zur Rehabilitation. Für die Studierenden war es insbesondere interessant, in welcher Weise eine Organisation von Arbeitsteilungsprozessen zwischen Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen aus einer Hand darstellbar sind. Gerade die Studierenden im Studiengang „Management im Gesundheits- und Sozialmarkt“ sollen später als Führungskräfte an der Schnittstelle zwischen klassischer klinischer Versorgung einerseits und Angeboten von Betreuung und Pflege andererseits tätig werden. Für die Studierenden konnte im Rahmen der Exkursion auch eine Diskussion mit einem Chefarzt interessante Einblicke in die Bedeutung der Einbindung neuester medizinischer Diagnose- und Therapietechnologie in die Organisation des Arbeitsablaufs bieten. Der Studiengang „Gesundheitsmanagement und Technologie im Gesundheitswesen“ adressiert insbesondere das Zusammenwirkung von Technik, Organisation und Integration in der Arbeitsablauf von Medizin und Pflege.

Die Exkursion nutzte auch die Gelegenheit das „Smart-Living-Musterhaus“ von Sophia  living network zu besuchen. Der Geschäftsführer Bereich Forschungsprojekte, Anton Zahneisen, konnte den Studierenden zeigen, inwiefern sensorgestützte Technik grundsätzlich in die normale Haushaltsführung integriert werden kann. Dabei würden insbesondere Aspekte der wahrgenommenen Sicherheit eine besondere Rolle spielen. Studierende, die dem Studiengang „Gesundheitsökonomie und Ethik“ studieren diskutierten an dieser Stelle insbesondere Fragen, inwiefern technische Lösungen zu einer neuen Abhängigkeit führen könnten. Es wurde im Rahmen der Exkursion deutlich, dass Information und Ausbildungsarbeit für die Gesundheitsversorgung in der Zukunft eine wesentliche Rolle darstellen wird. Die Exkursionsteilnehmer nutzten auch die Gelegenheit die Weltkulturerbestadt Bamberg ein klein wenig besser kennenzulernen.

WLH beruft drei neue Professoren und eine neue Kanzlerin

Von links: Präsident Prof. Peter Oberender, Kanzlerin Dr. Sabine König, Prof. Dr. Stefanie Richter, Prof. Dr. Christine Fiedler und Prof. Dr. Clifford W. Sell

01. Oktober 2014
Die Wilhelm Löhe Hochschule (WLH) in der Universitätsstadt Fürth, eine Gründung der Diakonie Neuendettelsau, befindet sich weiter auf Wachstumskurs. Um dem steigenden Lehrbetrieb an der Hochschule gerecht zu werden, wurden jetzt drei neue Professoren bestellt.
Die Professurenzahl hat sich nun von drei auf sechs Professuren verdoppelt, insgesamt sind nun 12 Dozenten an der WLH tätig: Prof. Dr. Stefanie Richter (Professur Gesundheitswissenschaften) lehrt im kommenden Wintersemester das Fach „Demografischer Wandel und Pflege“, „Grundlagen Gerontologie“ und „Gesundheitssystemforschung“. Prof. Dr. Christine Fiedler (Professur Pflegewissenschaften) unterrichtet ab Oktober das Fach „Demografischer Wandel und Pflege“ und „Pflegemodelle“.
Zudem wird Prof. Dr. Clifford W. Sell (Professur Innovationsmanagement) im Wintersemester die Fächer „Markorientiertes Innovationsmanagement“, „Technologie im Gesundheitswesen“ und „Health Care Facility Management“ lehren.
Die Geschäftsführung der WLH hat außerdem Dr. Sabine König mit Wirkung zum 1. Oktober 2014 die Position als Kanzlerin an der Wilhelm Löhe Hochschule übertragen. Sie löst damit Dr. Rainer Beyer ab, der seit Gründung der WLH die Kanzlerstelle neben seinen Aufgaben als leitender Verwaltungsdirektor der Diakonie Neuendettelsau wahrgenommen hat. „Wir freuen uns, die Hochschule weiter wissenschaftlich auszubauen und begrüßen die neuen Professoren sowie die Kanzlerin der WLH ganz herzlich“, sagte der Gründungspräsident Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Oberender in einer ersten Stellungnahme.

Mit dem Wintersemester 2012/13 öffnete die Wilhelm Löhe Hochschule für angewandte Wissenschaften in Fürth ihre Pforten. Ein moderner Campus und fachübergreifend ausgerichtete Studiengänge bilden den Nährboden für eine erfolgreiche Karriere in der Wachstumsbranche Gesundheits- und Sozialwirtschaft. Um allen Studierenden optimale Voraussetzungen zu bieten, setzt man an der WLH auf kleine Lerngruppen und intensive Betreuung.

Wilhelm Löhe Hochschule (WLH) für angewandte Wissenschaften bietet in der Wachstumsbranche Gesundheits- und Sozialwirtschaft grundständige Bachelor und Master Studiengänge für die Schnittstelle Pflege, Technik, Ethik und Ökonomie an. Ziel ist es, die Entwicklung des Gesundheitsmarktes unter den Vorzeichen des demografischen Wandels wissenschaftlich zu begleiten. Folgende Bachelor Studiengänge werden angeboten: Management im Gesundheits- und Sozialmarkt, Gesundheitsökonomie und Ethik sowie Gesundheitsmanagement und Technologie im Sozialmarkt. Der berufsbegleitende Masterstudiengang Gesundheits- und Sozialmanagement rundet das Angebot ab. Ab 2015 startet der konsekutive Masterstudiengang Gesundheitswirtschaft und Ethik.

 

 

Kuratorium des IDC verabschiedet

Von links: Prof. Jürgen Zerth, Dr. Rainer Beyer, Rektor Prof. Hermann Schoenauer, Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung, der Vorsitzende des Medical Valley EMN e. V. Prof. Dr. Erich Reinhardt, der Vorstand des Klinikums Fürth Peter Krappmann und Präsident Prof. Peter Oberender.

2. Juli 2014
Das Forschungsinstitut IDC der Wilhelm Löhe Hochschule in Fürth, eine Gründung der Diakonie Neuendettelsau, hat in einer Feierstunde die Mitglieder des Gründungskuratoriums des IDC verabschiedet. Der Präsident der WLH, Prof. Dr. Dr. h. c. Peter Oberender sowie der Rektor der Diakonie Neuendettelsau, Prof. Dr. h. c. Hermann Schoenauer, dankten den acht Kuratoren für die bislang geleistete Unterstützung und Mitarbeit, die das Ziel hatte, einerseits die Gründung der Hochschule voranzutreiben, andererseits die Forschungsarbeit des IDC zu etablieren. Beide Ziele sind nun soweit erreicht, dass das IDC sich künftigen Aufgaben zuwenden kann. 

Der Leiter des Forschungsinstituts IDC, Prof. Dr. Jürgen Zerth, gab einen Überblick über aktuelle und künftige Forschungsprojekte, die sich schwerpunktmäßig mit der Gestaltung und Optimierung der Schnittstellenversorgung zwischen Gesundheits- und Pflegeversorgung auseinandersetzen. Gegenwärtig hat das IDC im Rahmen einiger öffentlich geförderter Forschungsprojekte ein eigenes Akzeptanz- und Wirksamkeitsraster für die Innovationsbegleitung assitiver Technologien sowie von Medizintechnologie entwickelt, das gemeinsam mit der Gesundheitswirtschaft Bayern am „Medizin Innovativ - MedTech Pharma 2014-Kogress“ präsentiert wird.

Ein wesentlicher Faktor der eigenen Herangehensweise ist die Fokussierung auf „Produkt-Dienstleistungskombinationen“, die für Gesundheits- und Pflegefragestellungen konstitutiv seien, so Zerth. In diesem Rahmen gelte es die  Handlungskontexte der beteiligten Stakeholder sowohl mit qualitativer, explorativer Forschung als auch im zeitlichen Verlauf eines Akzeptanzprozesses mit quantitativen Methoden zu erforschen. Durch die Weiterentwicklung der WLH, insbesondere auch der Berufung gesundheitswissenschaftlicher Professoren, kann die thematische Bandbreite des Forschungsinstituts fortentwickelt werden. In der Zukunft gelte es gerade den Herausforderungen chronischer Versorgungsnotwendigkeiten mit schnittstellenverbindenden Organisations- und Anreizmodellen zu begegnen. Hier eröffnet sich das primäre Forschungsfeld für das IDC, weil die notwendigen Fragestellungen zwingend interdisziplinär beantwortet werden müssen.

Die Rolle des Forschungsinstituts sei auch für die Weiterentwicklung der Wilhelm Löhe Hochschule von entscheidender Bedeutung, so WLH-Präsident Oberender. Das Ziel in Fürth langfristig eine „kleine“ Universität werden zu wollen, bedarf zwingend einer stringenten Forschungsausrichtung. Hier habe das Forschungsinstitut erste Meilensteine gelegt und mit der Gründung der WLH und der Integration des IDC sei ein erster wichtiger Meilenstein entstanden. Auf diesem Weg habe das Kuratorium durch seine Kompetenz und Begleitung einen wesentlichen Beitrag in der Gründungsphase vorgenommen. Nun gelte es Hochschule und Forschungsinstitut weiter auszubauen und auch mit externer Kompetenz neu auszustatten. WLH und IDC wären daher sehr dankbar, so Rektor Schoenauer und Präsident Oberender,  wenn die bisherigen Mitglieder des Kuratoriums auch in Zukunft bereit wären, in anderer organisatorischer Form die Begleitung der WLH und des IDC zu wahrzunehmen.

Campus-Fest brachte Menschen zusammen

Simona Kirchner (Wissenschaftliche Mitarbeiterin) im Gespräch mit Studenten der WLH während des Campus-Festes.
WLH-Studentin Kathrin Albert (rechts) informierte beim Campus-Fest eine Abiturientin über die Studiengänge an der Hochschule.

16. Mai 2014
Das Campus-Fest der Wilhelm Löhe Hochschule (WLH) ist bei zahlreichen externen Besuchern, Studierenden und Mitarbeitenden auf sehr gute Resonanz gestoßen. So gab es nachmittags interessante Probe-Vorträge von Studierenden und Professoren. Abends wurde dann ein Spanferkel von der Neuendettelsauer Diakonie-Metzgerei zerteilt. Musikalisch gestaltet wurde das Campus-Fest von der Band der benachbarten Musikhochschule.

Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Oberender lobte bei seiner Begrüßung die bisherigen Leistungen der WLH. Mit rund 200 Studierenden sei die im Jahr 2012 gegründete Hochschule mit ihren vier Studiengängen auf einem sehr guten Weg, so Oberender. „Mit der Einführung des berufsbegleitenden Master-Studiengangs ‚Gesundheits- und Sozialmanagement‘ werden wir uns ab dem kommenden Wintersemester noch breiter aufstellen."

Insgesamt kamen beim Campus-Fest auch viele externe Gäste ins Gespräch mit Studierenden und Professoren und ließen sich über das breite Studienangebot der WLH und die angenehmen Studienbedingungen mit kleinen Seminaren und technisch hochwertiger Infrastruktur im idyllisch gelegenen Südstadtpark Fürths informieren.

Festabend: Neuer Vertrag zwischen WLH und RoGer

Der Rektor der Rumänisch-Deutschen Universität in Sibiu, Prof. Dr. Gheorghe Bichichean, Rektor Prof. Dr. h.c. Hermann Schoenauer und der Präsident der WLH, Prof. Dr. Dr. h. c. Peter Oberender bei der Vertragsunterzeichnung.

13. Mai 2014
Am Rande des Festabends zum 160-jährigen Jubiläum der Diakonie Neuendettelsau in Fürth haben der Präsident der WLH, Prof. Dr. Dr. h. c. Peter Oberender, und der Rektor der Rumänisch-Deutschen Universität in Sibiu (Hermannstadt) (RoGer), Prof. Dr. Gheorghe Bichichean, einen Vertrag über eine offizielle Kooperation zwischen beiden Hochschulen unterzeichnet. Beide Hochschulen wollen die Zusammenarbeit verstärken.

Der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Neuendettelsau, Rektor Prof. Dr. h.c Hermann Schoenauer sowie die beiden Hochschulpräsidenten zeigen sich überzeugt, dass ein akademischer Austausch mit Rumänien im beidseitigen Interesse der Hochschulen liegt, gerade im Erfahrungsaustausch bei der Gestaltung und Konzeption sozialer Institutionen und auch sozialer Verantwortung beim einzelnen Menschen. „Gerade die Diakonie Neuendettelsau, die als Bildungseinrichtung von Wilhelm Löhe gegründet worden ist, hat sich schon immer als Akteur im nationalen wie internationalen Wissenschafts- und Bildungsaustausch verstanden“, so Rektor Prof. Schoenauer. Seit vielen Jahren besteht eine Kooperation schon zwischen der Diakonie Neuendettelsau und der Rumänisch-Deutschen Universität in Sibiu (RoGer).

Die Wilhelm Löhe Hochschule für angewandte Wissenschaften in Fürth entwickelt sich sowohl hinsichtlich neuer Studiengänge, ein berufsbegleitender Masterstudiengang Gesundheits- und Sozialmanagement wird im Herbst beginnen, als auch hinsichtlich nationaler und internationaler Zusammenarbeit weiter.

Quelle: http://www.diakonieneuendettelsau.de/diakonie-neuendettelsau/info-center/aktuelles/aktuelles-details/article/1839/?tx_ttnews%5BbackPid%5D=70&cHash=c161f148dce09c0049a6d6be1f656ac6

Geschichte für alle zu Gast in der WLH

Besuchergruppe von Geschichte für alle bei WLH zu Gast

Anfang Mai waren zwei Gruppen von Geschichte für alle zu Gast in der WLH und haben sich im Rahmen der Besichtigung des Südstadtparks auch die WLH angesehen. Professor Dr. Zerth führte 12 Interessierte am Samstag und 25 am Sonntag durch das denkmalgeschützte Haus der Hochschule. Hierbei ermöglichte er nicht nur Einblicke in den heutigen Zustand der Schickedanz-Villa, sondern auch in die vielfältigen Studienmöglichkeiten.

Zeitzeugenberichte live am historischen Ort, dazu historische Informationen und ein Blick hinter die Kulissen von Musikschule und Wilhelm Löhe Hochschule zeichneten ein lebendiges Bild von Geschichte und Gegenwart der Fürther Südstadt. Eine tolle Erfahrung für alle Teilnehmer.

Besuch der Berufsfachschule aus Neuendettelsau

Die Schüler der Berufsfachschule Neuendettelsau zusammen mit Professor Jürgen Zerth

Im Mai hat uns der Mittelkurs aus dem 2. Lehrjahr der Berufsfachschule aus Neuendettelsau im Rahmen des Fachs Pflegewissenschaften und -forschung besucht. Alle Teilnehmer machen derzeit eine Ausbildung zum Krankenpfleger. Das Team der WLH hat seine Studiengänge vorgestellt und das Forschungsteam des IDC die derzeitigen Forschungsprojekte der Gesundheitswirtschaft, das Projekt Barrierefreie Gesundheitsassistenz und die SimA Akademie.

Zum Abschluss besuchten die Schüler noch die Vorlesung „Ethik in der Sozialwirtschaft“ von Pfarrer Hartmann. In diesem Rahmen wurde auch das Thema „Akademisierung in der Pflege“ behandelt und hat besonderes Interesse der Schüler hervorgerufen. Bei der Abschlussrunde zeigten sich die Schüler äußerst interessiert was Weiterbildungen angeht und gaben ein durchweg positives Feedback für ihr Tagesprogramm an der Wilhelm Löhe Hochschule.

Ein wirklich gelungener und interessanter Besuch für alle Teilnehmer.

Professor Nass in Päpstlichen Ritterorden aufgenommen

Professor Elmar Nass zusammen mit dem Leitenden Komtur Herrn Berthold Orschler vor dem Karlsschrein im Aachener Dom

Während eines feierlichen Gottesdienstes im Aachener Dom sind 33 Kandidaten in den Päpstlichen Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem aufgenommen worden. Unter den Kandidaten war der Aachener Domvikar Elmar Nass, Professor für Wirtschafts- und Sozialethik an der Wilhelm Löhe Hochschule Fürth. In seiner Predigt ging Kardinal Marx, Erzbischof von München-Freising, auf die Frage ein, was wir unter dem österlichem Glauben an die Auferstehung verstehen und sprach über die Rolle Karls des Großen bei der Renaissance des christlichen Glaubens. Der Ritterorden von Heiligen Grab zu Jerusalem ist ein päpstlicher Orden, eine Gemeinschaft des Betens, der Spiritualität und der Aktion. Ihm gehören katholische Laien - Damen und Herren – und Geistliche an. Er hat zum Ziel die Förderung der christlichen Lebensführung seiner Mitglieder sowie die geistige und materielle Unterstützung der Aktivitäten und Einrichtungen der Katholischen Kirche im Heiligen Land, so z. B. den Bau und die Unterhaltung von Kirchen, Schulen, Kindergärten, Altenheimen, Krankenstationen sowie die Hilfe für sozial schwache und alte Menschen.

 

 

Gemeinsamkeiten ausgelotet

Prof. Zerth, Rektorin Prof. Moser, Thorsten Walter, Leiter des Europainstituts der Diakonie Neuendettelsau

Ihre erste Station im Rahmen ihres Besuches der  Diakonie Neuendettelsau  hatte die Rektorin der Diakonhjemmet Hochschule in Oslo, Prof. Ingunn Moser, an der WLH und dem Forschungsinstitut IDC in Fürth. Zusammen mit dem Leiter des Forschungsinstituts, Prof. Jürgen Zerth, erfolgte ein Meinungsaustausch zu Ansatzpunkten zukünftiger patientenorientierter Sozialraumgestaltung. Insbesondere die Strategie des IDC an der Schnittstelle zwischen Kranken- und Pflegeversorgung über neue Formen von Organisations- und Technikeinsatz zu forschen, könnte auch für die norwegische Hochschule von Interesse sein, so Rektorin Moser. Aus Sicht des IDC bietet die norwegische Expertise kommunale Sozialraumvernetzung mit technologischen Lösungen zu verknüpfen, interessante Anschauungsbeispiele für die deutsche Weiterentwicklung etwa von Quartiers- und Sozialraumkonzepten. Weiterhin waren sich Moser und Zerth darüber einig, das wertebasierte Managementangebote nicht nur für diakonische Unternehmen sondern allgemein im Gesundheits- und Sozialmarkt stärker akzentuiert werden sollen. Diesbezüglich wollen beide Hochschulen in Kontakt bleiben. 

Prof. Dr. Dr. Elmar Nass hielt Fastenpredigt

Prof. Nass während der Fastenpredigt in der St. Laurentiuskirche.

In der ersten Fastenpredigt der Diakonie Neuendettelsau hat der katholische Theologe Prof. Dr. Dr. Elmar Nass im Blick auf das neue gemeinsame Sozialpapier der Kirchen dazu aufgerufen, dass sich Christen wieder stärker auf die Liebe zu Gott konzentrieren sollten. Fragen zu sozialer Verantwortung sollten laut Nass aus dem gemeinsamen christlichen Fundament heraus gestellt und beantwortet werden.
Bei der ersten Fastenpredigt der Diakonie Neuendettelsau hat der katholische Theologe und Professor für Wirtschafts- und Sozialethik an der Wilhelm Löhe Hochschule (Fürth), Elmar Nass, die Bedeutsamkeit Gottes für Fragen nach der sozialen Verantwortung betont.

„Unsere wichtigste Aufgabe ist es, wieder mehr über die Liebe Gottes zu sprechen“, rief Nass den Gläubigen in der St. Laurentiuskirche zu. „Religiöse Bildung zuhause, im Kindergarten und in der Schule, in unseren Gemeinden, in der Katechese und Verkündung will uns befähigen und ermutigen, mit dem Feuer dieser Gottesliebe Herz, Seele und Verstand brennen zu lassen.“iese von der Liebe Gottes genährte Grundhaltung der Dankbarkeit und der Hoffnung sei dann die christliche Quelle der sozialen Verantwortung. Daraus entstünde freilich die Forderung nach der „unantastbaren Würde“ des Menschen und einem Geist des Miteinanders aller Menschen als Geschöpfe Gottes.„Wir treten als Christen für die Schwachen, für Alte, Arme, Kranke und Behinderte ein. Aber nicht, weil es politisch korrekt ist, sondern weil es der Auftrag Christi ist“, so Nass. Beim äußerst lebendigen Predigtnachgespräch im Mutterhaus betonte Nass, dass an der Wilhelm Löhe Hochschule in Fürth ein christlicher Geist herrsche: „Das christliche Menschenbild wird in unseren Ethik-Vorlesungen gleichberechtigt zu anderen Ansätzen behandelt“, so Nass.Dies sei für einen Management-Studiengang relativ ungewöhnlich. Insgesamt forderten die Teilnehmer des Predigtnachgesprächs einen stärkeren Gottes-Bezug und eine klare Orientierung in diversen sozialethischen Schriften der Kirchen, weil sonst die Gefahr der Beliebigkeit entstünde. Dr. Mathias Hartmann, Abteilungsdirektor Bildung der Diakonie Neuendettelsau, bedankte sich bei Prof. Nass für die aufrüttelnde Predigt und überreichte ihm ein Geschenk.

Exkursion nach Bruckberg

Studenten, Mitarbeitende und Lehrkräfte der WLH besuchten Bruckberg.

Die Diakonie Neuendettelsau setzt sich schon seit mehr als 150 Jahren für Menschen mit geistiger Behinderung ein. Die Dienste für Menschen mit Behinderung sind also von jeher und auch in Zukunft einer der Arbeitsschwerpunkte. Derzeit nutzen weit über 1.800 Menschen mit Behinderung das vielfältige Wohnangebot in Verbindung mit den zahlreichen Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten in (Förder-)Werkstätten.
Um sich ein Bild von der Arbeit mit Menschen mit Behinderung zu machen, besuchten Studierende und Mitarbeiter bzw. Professoren der Wilhelm Löhe Hochschule (WLH) die Förderstätten und Einrichtungen der Diakonie Neuendettelsau in Bruckberg.
Die Bruckberger Heime verstehen sich als Ort zum Leben und der Begegnung und halten ein umfangreiches und differenziertes Wohn-, Therapie-, Beschäftigungs- und Freizeitangebot für Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen bereit.
Nach einem kurzen Informationsvortrag über die Organisation der Bruckberger Heime konnte die Besuchergruppe aus Fürth die TSM (Seniorenbeschäftigungsgruppe) und verschiedene Wohngruppen im Kleinkinder- bzw. Jugendbereich kennenlernen. Während der gesamten Exkursion bestand die Möglichkeit, Fragen an die Mitarbeiter in Bruckberg zu stellen; dies nutzten sowohl die Studenten als auch die Mitarbeiter und Professoren intensiv.
Die Herzlichkeit und Offenheit der Bewohner und auch der Mitarbeiter vor Ort wurde von den Studierenden als positives Fazit besonders hervorgehoben.

Projekte für wissenschaftliches Arbeiten erarbeitet

Dominik Kopp, Sophie Zintl, Tamara Seeger und Frederika Figgen (v. l.) untersuchten, wer von den Passanten in der Fußgängerzone in Nürnberg einer Person im Rollstuhl Hilfe anbot.

Studenten der Wilhelm Löhe Hochschule in Fürth haben im Rahmen der Vorlesung „Wissenschaftliches Arbeiten“ eigene Projekte bearbeitet und diese bei einer gemeinsamen Abschlusspräsentation vorgestellt.  

Insgesamt neun Teams aus Erstsemestern der Studiengänge „Management im Gesundheits- und Sozialmarkt“, „Gesundheitsökonomie und Ethik“ sowie „Gesundheitsmanagement und Technologie im Sozialmarkt“ erstellten und bearbeiteten ein breites Spektrum an Themen.
Diese reichten von rein theoretischen Fragestellungen bis hin zu Analysen ethischer Verhaltensweisen von Unternehmen aus der Wirtschaft. So wurden zum Beispiel die Ziele und Wirkungen der Öffentlichkeitsarbeit der Firma Novartis Pharma GmbH unter die Lupe genommen.
Das Team von Frederika Figgen, Dominik Kopp, Tamara Seeger und Sophie Zintl beschäftigte sich mit der Solidarität und Toleranz gegenüber körperlich Behinderten. Dies verwirklichten sie mit einem Sozialexperiment, bei dem 50 Passanten aus der Nürnberger Innenstadt als Testpersonen dienten. Um herauszufinden, wer einem Rollstuhlfahrer vor verschlossener Tür Hilfe anbietet, setzten die Studenten sich selbst in einen solchen.
Dabei wurden die demographischen Daten der Passanten erfasst. Beim festgestellten Ergebnis ergab sich eine relativ große Diskrepanz zwischen den Geschlechtern. Männern wurde in der getesteten Situation nur in 68% der Fälle geholfen, Frauen dagegen erfuhren in 86% der Fälle Beistand.
Weiterhin wurde bei einer Befragung zur Selbsteinschätzung, die die Studenten im Familien- und Freundeskreis durchführten, deutlich, dass Befragte sich selbst für deutlich sozialer hielten als die Gesamtgesellschaft. Das könnte nach Einschätzung der Studenten vor allem daran liegen, dass die Wenigsten sich selbst als „nicht sozial“ bezeichnen würden.
Zufällig ausgewählte Passanten spielten auch beim Projekt von Laura Behrens und Miriam Strohm eine Rolle. Die beiden Studentinnen befragten diese zu ihrer ethischen Einstellung zur invasiven Pränataldiagnostik und werteten danach die Ergebnisse aus.

Berufung in den Forschungsbeirates des EHome Centers

Prof. Dr. Jörg Franke (re.), der Sprecher des EHome-Centers, übergibt die Ernennungsurkunde an Prof. Dr. Jürgen Zerth.

Die Forschungskooperation zwischen dem IDC und dem EHome-Center der Friedrich-Alexander-Universität hat nun auch personell engere Bezüge hergestellt.
Zu Beginn der zweiten Sitzung des Forschungsbeirates des EHome-Centers  ist der Leiter des Forschungsinstitut, Prof. Dr. Jürgen Zerth, zum ordentlichen Mitglied des Gremiums ernannt worden. Der Sprecher des E Home-Centers, Prof. Dr. Jörg Franke, betonte die Ergänzung der ingenieurwissenschaftlichen Schwerpunkte um das sozioökonomische Profil, das vom Forschungsinstitut IDC der Wilhelm Löhe Hochschule mit eingebracht werden kann.
Der Forschungsbeirat hat die primäre Aufgabe, Forschungsskizze und –anträge zu prüfen und darüber hinaus die wissenschaftliche Entwicklung des EHome-Centers zu begleiten.

Das E-Home-Center erforscht und entwickelt Lösungen für selbstbestimmtes, intelligentes Wohnen unter Berücksichtigung von Ökonomie, Ökologie und sozialem Bedarf. Gerade vor dem Hintergrund der Auseinandersetzung mit  der Gestaltung eines „Gesundheitsstandortes Zuhause“, der schwerpunktmäßig die Forschungsaktivitäten des Forschungsinstitut IDC, etwa im Forschungsprojekt „Barrierefreie Gesundheitsassistenz“ umschreibt, haben sich schon  vielfältige Berührungspunkte zwischen E Home-Center und dem IDC ergeben. Beispielsweise arbeiten die Forscher des E Home-Centers und des IDC an der Implementierung und begleitender Akzeptanzforschung für intelligente Steuerungssysteme im Smart-Home-Bereich, die beispielsweise illustrativ in der Musterwohnung des IDC im Wohnstift Hallerwiese in Nürnberg eingebaut werden können.

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