Abgeschlossene Projekte

MentalHealth@home

Das Projekt MentalHealth@home (MH@h) versucht, eine bewährte ‚analoge‘ Gruppenintervention zur Förderung motorischer und kognitiver Leistungen in ein digitales Computerprogramm zu übersetzen. Ziel ist es, die Gruppenintervention auch für Menschen zugänglich zu machen, die aufgrund mangelnder Mobilität oder mangelnden Angebots nicht in der Lage sind, eine entsprechende Übungsgruppe zu besuchen. Dazu forschen das IDC zusammen mit dem E|Home-Center der Friedrich-Alexander-Universität und die Diakonie Neuendettelsau an der digitalen Umsetzung.

Durch die technische Umsetzung entstehen neue Übungsformen, in der körperliche und geistige Aufgaben miteinander verschmelzen. Eine 3D-Kamera soll die Steuerung und Ausführung des MH@h Programms durch Gesten und Bewegungen ermöglichen, gleichzeitig kann mit dem Kameramodul die Qualität der Übungsdurchführung kontrolliert werden. Der Nutzer erhält sofort Rückmeldung und ist in der Lage die Übungsausführung zu korrigieren.

Zudem soll die Möglichkeit entstehen, dass sich die einzelnen Nutzer in virtuellen Gruppestunden treffen können und gemeinsam von einem Übungsleiter angeleitet werden. Durch die Einbindung bestehender Videotelefoniefunktionen wird die Kommunikation untereinander ermöglicht, ein gruppenähnliches Gefühl soll entstehen.

Die Aufgabe des Forschungsinstituts IDC besteht darin, Verwertungsoptionen zu identifizieren, Geschäfts- und Dienstleistungsmodelle schrittweise zu konkretisieren und deren Resultate iterativ bei der technischen Umsetzung einfließen zu lassen. So soll der Transfer des MentalHealth@home Projekts in die industrielle Entwicklung erleichtert werden.

Projekthomepage: http://www.ehome-center.de/forschung/forschungsprojekte/abgeschlossen/mentalhealthhome.html

InPreS - Interactive Premergency System

Interaktives Sicherheits- und Assistenzsystem unterstützt Demenzkranke und ihre Pflegenden im ambulanten Bereich (InPreS)

Heute gibt es bereits 1,4 Millionen Demenzkranke in Deutschland; bis zum Jahr 2050 wird sich diese Zahl schätzungsweise auf bis zu 3 Millionen erhöhen. Ein Großteil der Erkrankten wird ambulant versorgt- von Angehörigen und ambulanten Pflegediensten. Das Projekt zielt darauf ab, diese zu entlasten und zugleich die Pflegequalität und Sicherheit von an Demenz erkrankten Menschen im eigenen Zuhause zu erhöhen. Erreicht wird dies durch die Entwicklung eins kognitiv-technischen Systems, das neben 3D-Erfassungstechnologien zur Posen-, Gestikulations- und Mimik Erkennung auch innovative Interaktionsansätze für demenziell erkrankte Personen enthält. Das IDC begleitet diese Entwicklung mit einer umfangreichen sozioökonomischen Evaluationsstudie, die neben datenschutzrechtlichen Aspekten auch Fragen der Nutzerakzeptanz und die Bezahlbarkeit des Systems berücksichtigt.

> Infoblatt des BMBF

> weitere Informationen und Ansprechpartner am Forschungsinstitut IDC

Personalisierte Medizin

Im Forschungsprojekt „Optimierung der individuellen Medikation (personalisierte Medizin) von Polypharmaziepatienten“ des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie begleitet das Forschungsinstitut IDC an der Wilhelm Löhe Hochschule WLH als Projektpartner wissenschaftlich die Entwicklung und Implementierung einer genotyp-basierten, phänotyp-adjustierten, indikationsstratifizierten und interaktionsoptimierte Produktdienstleitungsinnovation, welche dem Arzt eine Optimierung der Medikation speziell bei Patienten mit mehr als 5 verordneten Medikamenten („Polypharmaziepatienten“) ermöglicht und eine Erhöhung der Arzneimitteltherapiesicherheit erlaubt. Aus der Implementierung eines Produktes, das Ärzten eine individualisierte „Therapeutische Hilfestellung“ bietet, lassen sich sowohl sektorübergreifende, als auch institutionsübergreifende Fragestellungen ableiten. Für die Abschätzung einer dauerhaften Nutzung des Produktes durch die Stakeholder ist eine Ermittlung und Abschätzung der dauerhaften Akzeptanz des Produkt-Dienstleistungsversprechens erforderlich. Die Darstellung von potenziellen Akzeptanzhürden gibt Aufschluss über Erfolgspotenziale und Vermarktungsrisiken möglicher Verwertungsstrategien in unterschiedlichen institutionell-differenzierten Zielmärkten sowie die potenzielle Skalierbarkeit und Anbindung an weitere elektronische Systeme. Vor diesem Hintergrund sollen Hinweise für ein gesundheitsökonomisches Interventionsdesign zur Musterabschätzung von möglichen (gesamtgesellschaftlichen) Wirkungen ableitbar werden, die zur Testung der Zieleffektivität und auch der Zieleffizienz genutzt werden können.

Projektinformationen: http://www.medical-valley-emn.de/projekt/optimierung-der-individuellen-medikation-personalisierte-medizin-von-polypharmaziepatienten

Barrierefreie Gesundheitsassistenz

Gemeinsam mit Partnerunternehmen des Vereins Medical Valley EMN e.V. wird im Rahmen des Projekts „Barrierefreie Gesundheitsassistenz“ ein technisches Assistenzsystem entwickelt, welches ältere Menschen und Menschen mit Behinderung in verschiedenen Lebensphasen sowie deren Angehörige und pflegende Fachkräfte in den unterschiedlichen Bereichen des Alltags unterstützt.


Erste Beratungsworkshops mit Senioren, Pflegekräften und pflegenden Angehörigen wurden schon durchgeführt. In einer anschließenden Testphase wurden Aspekte der Nutzerakzeptanz als auch erste Befragungen zur Zahlungsbereitschaft durchgeführt. Der Fokus des IDC liegt auf der sozioökonomischen Begleitung des Projektes, dessen Ziel die Gestaltung und Umsetzungsumgebung eines skalierbaren mobilen Assistenzsystems ist.

Wenn sie mehr über das Projekt „Barrierefreie Gesundheitsassistenz“ und dem Spitzencluster Medical Valley erfahren möchten, klicken Sie hier: Spitzencluster Medical Valley

Smart Sensors A

Das Projekt Smart Sensors A (SS-A) integriert Sensoriken zur Vitalparametererfassung (Atmung und Puls) in unauffällig tragbare Textilien. Die Sensoren werden über Bluetooth an einen Datenkonzentrator (siehe dazu Smart Sensors C) angeschlossen und an die entsprechenden Stellen zur Auswertung übertragen. Für den Anwendungsfall des plötzlichen Kindstods (SIDS) werden die Sensoren in einen Baby-Body integriert, für die Überwachung von Menschen mit Demenz oder Menschen mit Behinderung beispielsweise in der Unterwäsche. Die Diakonie Neuendettelsau ist seit 2014 direkt am Projekt beteiligt und begleitet die Endphase der Entwicklung durch Nutzerbefragungen zur Akzeptanz und Gebrauchstauglichkeit dieser intelligenten Textilien.

Smart Sensors C

Zentrales Element der „Barrierefreien Gesundheitsassistenz“ ist ein mobiler Datenkonzentrator, der Sensorinformationen sammelt, bündelt, ggf. auswertet und an einen zentralen Server versendet. Diese Datenkonzentratoren werden im Projekt Smart Sensors C entwickelt. Neben einem Labormuster, dass alle geforderten technischen Funktionalitäten (GPS, GPRS, WLAN, Bluetooth, Energiemanagement, intelligenter Verbindungsaufbau, grafische Benutzerschnittstelle, Kommunikationsschnittelle uvm.) abdeckt, werden exemplarisch für definierte Anwendungsbereiche zielgruppengerechte Devices entwickelt. Die Diakonie Neuendettelsau definiert und prüft in diesem Projekt als Anwendungspartner alle Produktanforderungen und –spezifikationen. In iterativen Schleifen steht sie während der Hard- und Softwareentwicklung den Ingenieuren der Technikunternehmen beratend zur Seite.

Smart Sensors D

Für mobile Assistenzgeräte in den Anwendungsbereichen TeleCare und TeleMedicine sind zuverlässige Ortungsangaben unverzichtbar. Im Projekt Smart Sensors D werden verschiedene Ortungstechnologien und –informationen fusioniert, so dass ein nahtloser Übergang der verwendeten Ortungstechnologie von inner- und außerhäuslichen Anwendungsbereichen gewährleistet ist. Neben der Auswertung von GPS und WLAN basierten Ortsangaben wird mit Hilfe eines Bluetooth-Fingerprinting-Verfahrens versucht, die innerhäusliche Ortungsgenauigkeit auf den Streubereich weniger Zentimeter zu verbessern. Die Diakonie Neuendettelsau stellt den Technikpartnern konkrete Anwendungsszenarien zur Verfügung und testet die Funktionalität der Ortung im Kontext der integrierten Verwertung im Rahmen des Leitprojekts BGA.

Smart Sensors E

In Smart Sensors E wird die Serveranwendung entworfen, die als zentrale Datensenke dient und alle Informationen sammelt, aggregiert, auswertet und verschiedenen Anwendergruppen zugänglich macht. Neben den Systemnutzern selbst (Enduser/Caretaker) sind vor allem informell Betreuende, professionelle Pflegekräfte, Ärzte und natürlich eine 24/7 besetzte Hilferufzentrale zu berücksichtigen.Über die grafische Aufbereitung der Informationen hinaus werden vor allem verschiedene Eskalationsszenarien definiert, die unterschiedliche Informations- und Handlungsketten zur Folge haben. Die Diakonie Neuendettelsau achtet in diesem Projekt auf die Differenzierung der Nutzerrollen mit ihren entsprechenden Handlungsmöglichkeiten und der adäquaten Mensch-Maschine-Schnittstellen. Informationen zur Prozessgestaltung und Gebrauchstauglichkeit werden durch qualitative Nutzerbefragungen validiert und in ihrer Umsetzung geprüft.

Pedro – Personalentwicklung demographisch orientiert

Mit dem Projekt „Pedro – Personalentwicklung demographisch orientiert“ erweitert das IDC sein Portfolio um einen neuen thematischen Schwerpunkt: Im Zentrum stehen dabei die Beschäftigten, die in der Pflege und Betreuung älterer oder behinderter Menschen tätig sind. Nähere Informationen finden Sie hier: www.projekt-pedro.de

Eine Zusammenfassung der Vorgehensweisen, Instrumente und Erfahrungen aus dem Projekt finden Sie in dieser Abschlussveröffentlichung:

>Download

V2me

Im Alter sind Menschen oftmals einsam und haben nur noch wenig Kontakt. Die Gründe hierfür können sehr unterschiedlich sein. Doch muss das sein? Können nicht auch ältere Menschen die Möglichkeiten der modernen Technik nutzen, um trotz eingeschränkter Mobilität neue Leute kennenzulernen und Aktivitäten nachzugehen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein internationales Forschungsprojekt unter Beteiligung von Senioren und Pflegekräften. In Beratungsrunden und Befragungen konnten die Teilnehmer zu dieser virtuellen Kommunikationsmöglichkeit Stellung nehmen.