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Professur Pflegewirtschaft und Pflegeinnovation

Inhaber der Professur: Prof. Dr. Michael Schneider

Wie kann Pflege in Zukunft organisiert werden?

Pflege ist Vertrauens- und Sorgearbeit. Wir wissen, dass die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland in den kommenden Jahrzehnten deutlich wachsen wird. Die Versorgung von Pflegebedürftigen zählt deshalb zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Der gleichzeitig stattfindende soziale Wandel, der sich beispielsweise in einer Veränderung des traditionellen Familienbildes ausdrückt sowie der Mangel an Fachkräften in der Pflege führen dazu, dass bestehende Versorgungsangebote auf den Prüfstand gestellt werden müssen. Die veränderte Zusammensetzung der Pflegebedürftigen (Case-Mix) wird auch auch das Zusammenspiel der Pflegenden (Care-Mix) und der Pflegearragements verändern. Die Folge ist ein veränderter Versorgungsmix. Sowohl in der Langzeitpflege wie auch im Krankenhaus führt der veränderte Versorgungsmix zu neuen Aufgaben, einer veränderten Arbeitsteilung zwischen bestehenden Professionen und neuen Berufsbildern. 

Welche Rolle spielen technologische Innovationen als Teil des pflegerischen Versorgungsmix?

Ein Bestandteil des Versorgungsmix wird, in Zukunft mehr als heute, der Einsatz technologischer Innovationen in der Pflege sein. Dazu zählen Informations- und Kommunikationstechnologien, intelligente und vernetzte Robotik, Hilfs- und Monitoringsysteme oder TeleCare-Systeme. Ziele des Einsatzes solcher Technologien können beispielsweise die Erhöhung der Selbständigkeit des Pflegebedürftigen, die Erhöhung der Pflegequalität, mehr Zeit für den direkten Kontakt mit dem Pflegebedürftigen, ein größeres Wissen über die jeweilige Pflegesituation oder die Entlastung von Pflegenden sein. Im Status quo werden nur sehr wenige marktreife Technologien in der Pflege eingesetzt. Häufig ist es nicht die technische Innovationshöhe, die ein Produkt auf dem Markt scheitern lässt, sondern vielmehr eine mangelnde Passung in die Organisation und bestehende Pflegeprozesse. Bei der Entwicklung und Implementierung von technologischen Innovationen, muss deshalb immer der Innovationstyp sowie das Innovationstempo mit der fürsorglichen Gestaltung des Pflegeraums sowie den Regeln und Normen des Berufsstandes in Einklang gebracht werden. Das Spannungsfeld von Fürsorge, Autonomie und Abhängigkeit wird in Zukunft deshalb immer wieder neu ausgehandelt werden müssen. 

Lehre muss handlungsfähig machen!

Die Professur greift in der Lehre praxis- und pflegerelevante Fragestellungen im Bereich der Pflegewirtschaft und Pflegeinnovation auf und erarbeitet theoriegeleitet, gemeinsam mit Studierenden Lösungen. Ziel der Professur ist eine enge Verzahnung der Lehre mit laufenden anwendungsorientierten Forschungsprojekten (z. B. Pflegepraxiszentrum Nürnberg). Die anstehenden Herausforderungen in der Pflege können nur dann gemeistert werden, wenn wissenschaftliche Erkenntnisse möglichst schnell in den Pflegealltag gelangen. Das setzt voraus, dass sich die Wissenschaft gezielt mit praxisrelevanten Fragen der Pflege, ihrer Organisation und Finanzierung befasst. Eine Neuorganisation der Pflege ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Lehrveranstaltungen

  • Innovation und Technologie in der Pflege
  • Veränderungsmanagement
  • Demografischer Wandel und Versorgung
  • Strukturen des Gesundheitssystems
  • Qualitätsmanagement für Dienstleistungen
  • Projekt- und Prozessmanagement
  • Angewandtes Projekt- und Prozessmanagement

Curriculum Vitae

Berufserfahrung
seit 2019Professor für Pflegewirtschaft und Pflegeinnovation an der Wilhelm Löhe Hochschule
2013-2019         Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lehrbeauftragter an der Wilhelm Löhe Hochschule und am Forschungsinstitut IDC
2009-2013

Mitarbeiter der strategischen Unternehmensplanung der Krankenhäuser der Barmherzige Brüder Bayern

2009-2010Geschäfts- und Studienleitung am Institut für angewandte Gesundheitsökonomie Bayreuth
2003Krankenpfleger auf der geriatrischen Rehabilitation des Krankenhauses  Rummelsberg
Schul- und Ausbildung
2013Akademischer Grad des Doktor der Wirtschaftswissenschaft (Dr. rer. pol.) an der Universität Bayreuth auf Grund der Dissertation „Wertschöpfungsorientierte Arbeitsteilung im Krankenhaus. Effizienzbewertung und Auswahl von Organisationsformen am Beispiel der Pflege. Eine organisationstheoretische Analyse“ bei Prof. Dr. Dr. Peter Oberender
2003-2009Studium der Gesundheitsökonomie an der Universität Bayreuth und der Universitat Politècnica de València mit dem Schwerpunkt Dienstleistungsmanagement
1999-2002Ausbildung zum Krankenpfleger am Klinikum Nürnberg
1998-1999Ausbildung zum Krankenpflegehelfer am Krankenhaus Rummelsberg

1998

Allgemeine Hochschulreife am Leibniz Gymnasium Altdorf

Ausgewählte Publikationen

  • Schneider, M. (2019), Erstattungsfähigkeit in der Pflege, in: M. El-Madani, M./Gärtner, A./Hamm, S. (Hrsg.), Medizintechnik und Informationstechnologie MIT - Konzepte, Technologien, Anforderungen, 01207, S. 1-8.
  • Nass, E./Schneider, M. (2019), Ethischer Pflegekompass für Deutschland. Orientierung zur Zukunft guter informeller Langzeitpflege, in: Stimme der Familie, Familienbund der Katholiken, 66. Jahrgang, Heft 5/2019, S. 15-20.
  • Schneider, M./Müller, S. Prescher, T./Bauer, C.Bradl, P./Palzer, V./Loose, T./Zerth, J. (2019), Das Pflegepraxiszentrum Nürnberg: Technikbereitschaft und Technikakzeptanz als Bestandteil einer systematischen Untersuchung von Innovationsbarrieren von Technologien in der Pflege, in: Friedrich, P./Fuchs, D. (Hrsg), Assistive Technik für selbstbestimmtes Wohnen, 6. Ambient Medicine Forum, 19.-20.Februar in Kempten, S. 135-140.
  • Schneider, M. (2019), Arbeitsteilung im Gesundheitswesen – eine ökonomische Perspektive, in: Zerth, J./Schildmann, J./Nass, E. (Hrsg.), Versorgung gestalten – Interdisziplinäre Perspektiven für eine personenbezogene Gesundheitsversorgung.
  • Jaensch, P./Heidl, C./Müller, S./Schneider, M./Zerth, J. (2019), Der SIEB-Ansatz zur Identifizierung von Innovationsbarrieren technischer Assistenzsysteme im Gesundheits- und Sozialmarkt, in: Friedrich, P./Fuchs, D. (Hrsg), Assistive Technik für selbstbestimmtes Wohnen, 6. Ambient Medicine Forum, 19.-20.Februar in Kempten, S. 117-124.
  • Hamm, S./Schneider, M. (2019), Krankenhaus 4.0 – Status quo und Perspektiven, in: M. El-Madani, M./Gärtner, A./Hamm, S. (Hrsg.), Medizintechnik und Informationstechnologie MIT - Konzepte, Technologien, Anforderungen, 11002, S. 1-16.
  • Schneider, M./Hamm, S. (2018), Organisationscontrolling am Beispiel der Pflege: Auswahl einer effizienten Organisationsform, in: Pfannstiel, M./Straub, S. (Hrsg.), Dienstleistungscontrolling in Gesundheitseinrichtungen – Aktuelle Beiträge aus Wissenschaft und Praxis, Wiesbaden 2018, S. 265-284.
  • Schneider, M./Schmidt, S./Zerth, J (2018), Die Kommune als Gestalter von Versorgungs-prozessen: Eine organisationstheoretische Betrachtung, in: Pfannstiel, M./Da-Cruz, P./Rasche, C. (Hrsg.), Entrepreneurship im Gesundheitswesen III – Digitalisierung – Innovationen – Gesundheitsversorgung, Wiesbaden 2018, S. 243-264.
  • Jaensch, P./Schneider, M./Heidl, C./Müller, S. und Zerth, J. (2018), Bewertung technischer Innovationen im Gesundheitswesen am Beispiel der Pflege als multiperspektivische Herausforderung: der SIEB-Ansatz, in: Zerth, J./Schildmann, J./Nass, E. (Hrsg.), Versorgung gestalten – Interdisziplinäre Perspektiven für eine personenbezogene Gesundheitsversorgung.
  • Hamm, S./Schneider, M. (2018), Neue Spieler, neue Geschäftsmodelle, neue Wertschöpfung – die (unbemerkte) Disruption des Gesundheitswesens durch Internationalisierung, in: Pfannstiel, M./Da-Cruz, P./Schulte, V. (Hrsg.) Internationalisierung im Gesundheitswesen – Strategien, Lösungen, Praxisbeispiele, Wiesbaden 2018.
  • Bauer, C./Bradl, P./Loose, T./Schneider, M./Müller, S./Zerth, J./Prescher, T. (2018), Entwicklung eines Organisationskonzeptes zur praxisnahen Testung und Evaluation innovativer MIT-Lösungen in verschiedenen Pflegesettings, in: Boll, S./Hein, A./Heuten, W./Wolf-Ostermann, K. (Hrsg), Zukunft der Pflege – Tagungsband der 1. Clusterkonferenz 2018 – Innovative Technologien für die Pflege, Oldenburg 2018, S. 51-56.
  • Prescher, T./Zerth, J./Müller, S./Schneider, M./Bradl, P./Bauer, C./Loose, T. (2018), Neue Pflegetechnologien als Bildungsaufgabe im Pflegepraxiszentrum (PPZ) Nürnberg, in: Boll, S./Hein, A./Heuten, W./Wolf-Ostermann, K. (Hrsg), Zukunft der Pflege – Tagungsband der 1. Clusterkonferenz 2018 – Innovative Technologien für die Pflege, Oldenburg 2018, S. 8-12.

Fachvorträge:

  • Prescher, T./Zerth, J./Müller, S./Schneider, M./Jaensch, P. (2019), Technikbereitschaft von Pflegenden bei robotischen Systemen: Organisationstheoretische und verhaltensbezogene Konsequenzen zur Implementierung technischer Innovationen in der Pflege, Vortrag an der 2. Clusterkonferenz „Zukunft der Pflege“ am 16./17. September 2019 in Berlin.
  • Palzer, V./Loose, T./Bauer, C./Bradl, P./Zerth, J./Schneider, M./Müller, S. (2019), Der ELSI+-Ansatz: Eine ergänzende Betrachtung ökonomischer, praktischer und technologischer Implikationen innovativer MIT-Lösungen in der Pflege, Vortrag am „European Nursing Informatics“ 5./6. September 2019 in Flensburg.
  • Prescher, T./Zerth, J./Schneider, M./Müller, S./Jaensch, P. (2019), Technologische Pflegeinnovationen brauchen eine prozessorientierte Lernkulturentwicklung – Technikbereitschaft bei Pflegekräften am Beispiel der Zukunft der Dekubitusprophylaxe, Vortrag am Kongress Lernwelten am 13. September in Kärnten.
  • Zerth, J./Schneider, M./ Müller, S./ Bauer, C./ Bradl, P./Loose, T./Palzer, V. (2019), Systematische „Markt- und Nutzerinformation“ durch ein Pflegepraxiszentrum (PPZ Nürnberg) – Hebel zur Förderung von technischer Innovation in der Pflege, Vortrag an der Jahrestagung dggö, Session „Systematische Patienteninformation zwischen Verhaltens- und Verhältnisstrukturen“, Ausgsburg, 18.03.2019.
  • Schneider, M./Zerth, J. (2018), Innovationsbarrieren von digitalen Versorgungslösungen in der Pflege, Vortrag im Rahmen der Veranstaltung The Future of Healthcare III – Von Gepflegt zu Gepflogen: Aktueller Stand, Akzeptanz und Aussichten der digitalen Transformation in der Pflege, Veranstalter Themenplattform Digitale Gesundheit/Medizin, Würzburg 11.09.2018.

Poster:

  • Schneider, M./Müller, S./Jaenesch, P./Heym, N./Obser, G./Zerth, J. (2019), Pflegerelevante Outcomes am Beispiel von zwei Apps zur Verbesserung der Kommunikation in der Pflege im Pflegepraxiszentrum Nürnberg, Poster an der 2. Clusterkonferenz „Zukunft der Pflege“ am 16./17. September 2019 in Berlin.
  • Zerth, J./Jaensch, P./Schneider, M./Müller, S. (2019), Systematische „Markt- und Nutzerinformation“ in der Pflege – auf dem Weg von der Technikbereitschaft zur Nachfrage, Poster an der 2. Clusterkonferenz „Zukunft der Pflege“ am 16./17. September 2019 in Berlin.
  • Ott, J./Schneider, M./Zerth, J. (2019), Akzeptanz technischer Innovationen in der Pflege aus Sicht der professionellen Pflege, Poster am „European Nursing Informatics“ 5./6. September 2019 in Flensburg.
  • Schneider, M./Müller, S./Bauer, C./Bradl, P./Loose, T./Palzer, V./Zerth, J. (2018), Pflegepraxiszentrum Nürnberg: Ein Standort zur systematischen Untersuchung von Innovationsbarrieren von Technologien im Pflegebereich, Poster am 17. Deutschen Kongress für Versorgungsforschung 2018 in Berlin vom 10.10.2018-12.10.2018.
  • Prescher, T./Zerth, J./Müller, S./Schneider, M./Bradl, P./Bauer, C./Loose, T. (2018), Neue Pflegetechnologien als Bildungsaufgabe im Pflegepraxiszentrum (PPZ) Nürnberg, Vortrag im Rahmen der 1. Clusterkonferenz - Zukunft der Pflege – Innovative Technologien für die Pflege, Oldenburg 06.Juni 2018.
  • Bauer, C./Bradl, P./Loose, T./Schneider, M./Müller, S./Zerth, J./Prescher, T. (2018), Entwicklung eines Organisationskonzeptes zur praxisnahen Testung und Evaluation innovativer MIT-Lösungen in verschiedenen Pflegesettings, Vortrag im Rahmen der 1. Clusterkonferenz - Zukunft der Pflege – Innovative Technologien für die Pflege, Oldenburg 07.Juni 2018.