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Student Hochschule WLH Wilhelm Löhe Hochschule Fürth

aus dem Hochschulleben

Buurtzorg Ambulante Pflege – ein Modell für Deutschland?

Fachkräftemangel in der Pflege, veränderte Pflegebereitschaften in der Familienpflege, Überforderung und wenig attraktives Berufsbild. Häufig wird Pflege so charakterisiert, doch scheint es Organisationsinnovationen zu geben, die offensichtlich sowohl die Qualität der Pflege erhöhen als auch die Attraktivität des Berufsbildes befördern.

Hier setzt die Geschichte von Buurtzorg an, ein Organisationsmodell für ambulante Pflege aus den Niederlanden, das dort in den letzten Jahren zum handlungsleitenden Bild, wie (ambulante) Pflege organisiert werden kann, geworden ist. Lässt sich dies auch für Deutschland übertragen? Diese Frage konnten Studierende der Studiengänge Gesundheitsmanagement, Psychologie und Pflege mit dem Geschäftsführer von Buurtzorg Deutschland, Gunnar Sander, diskutieren, der auf Einladung von Julia-Maria Hoffmann und Prof. Jürgen Zerth zu einer virtuellen Gastvorlesung an die WLH gekommen ist.  

In einer sehr ausführlichen Diskussion wurde deutlich, welche Rolle die grundlegende Philosophie eines Serviceangebotes „Unabhängigkeit fördern“ sowohl für die Nutznießer als auch für die Pflegenden selbst spielen kann. Das selbstorganisierende Moment, sich als „Problemlöser“ für pflegerische Bedarfslagen zu definieren, kennzeichnet einen Wesenskern von Buurtzorg, so Sander. Hier sind gerade für die Übersetzung in den deutschen Pflegekontext vielfältige Herausforderungen zu stemmen. Neben der Frage, wie eine an Bedarfslagen angelehnte Vergütung, die sich nicht an Verrichtungsdefinitionen orientiert, sondern die Zeit für den Gepflegten in den Mittelpunkt stellt, ausgestaltet werden kann, bis hin zu (pflege-)kulturellen Aspekte selbst-organisierte Teams in den Mittelpunkt einer Organisationsidee zu stellen, gab es vielfältige kontroverse Diskussionspunkte. Die Studierenden konnten in Life-Kontakt die Diskussion in ihre Lehrveranstaltungen weitertragen, um die Chance zu nutzen „über den Tellerand“ zu blicken.   

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