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Student Hochschule WLH Wilhelm Löhe Hochschule Fürth

aus dem Hochschulleben

Gesundheitslotsinnen - Exkursion innerhalb der Gesundheitsregionplus Fürth

Gesundheitslotsinnen diskutieren Breite der Sozialwirtschaft – Exkursion innerhalb der Gesundheitsregionplus Fürth

Gesundheitslotsen und Gesundheitslotsinnen sollen an den Schnittstellen zwischen  Versorgungsübergängen am Bedarfsfall orientiert informieren und beraten können. Vor diesem Hintergrund bilden das Kennenlernen und das Ausloten der Potenziale unterschiedlicher Gesundheitsnetzwerke einen wichtigen Teil der akademischen Ausbildung an der WLH. Im Rahmen einer Exkursion unter Leitung von Prof. Jürgen Zerth besuchten die Gesundheitslotsinnen die Geschäftsstelle der Gesundheitsregionplus Fürth auf Einladung der Geschäftsstellenleiterin, Eva Göttlein.

Die Gesundheitsregionplus Fürth, die seit 2015 läuft, bündelt wie 38 weitere Gesundheitsregionenplus in Bayern die kommunalen Akteure zu Fragen der Gesundheitsförderung, der Gesundheitsversorgung sowie der Gestaltung chancengleicher Gesundheitszugänge. Gesundheitliche Perspektiven müssen die Lebenswelten der Menschen stärker in den Bezug nehmen, zeigt sich die Geschäftsstellenleiterin  Eva Göttlein bewusst. In der Gesundheitsregionplus Fürth stehen insbesondere Projekte der Gesundheitsförderung und der Prävention im Schwerpunkt der Arbeit. Es gehe beispielsweise darum, präventive Bedarfe unterschiedlicher Zielgruppen zu identifizieren und mit geeigneter Netzwerkarbeit Lösungen zu finden. Als sehr erfolgreich haben sich vielfältige Mikroprojekte mit settingbezogener Gesundheitsförderung etwa in Schulen und Kindergärten erwiesen, die über den Versorgungsfonds  Gesundheit beteiligter großer Krankenkassen finanziert werden konnten. Darüber hinaus habe Fürth von Beginn die Bedeutung systematischer Gesundheitsinformation und Gesundheitskommunikation in den Mittelpunkt der Arbeit der Gesundheitsregionplus gestellt. Exemplarisch führte Eva Göttlein hier die Informationsplattform http://www.gesundheit-in-fuerth.de/ auf sowie die Anfang März 2018 erstmals stattfindende Gesundheitsmesse in Fürth. Systematische Gesundheitsinformation zu schulen und entsprechende Profile zu entwickeln, wie es etwa mit dem Zertifikatsstudiengang „Gesundheitslotse“ an der WLH vollzogen wird, ergänze in passender Weise die Strategie der Gesundheitsregion, so Göttlein weiter. Vor diesem Hintergrund sei das Projekt „Gesundheitslotse“ auch seit vergangenen Herbst in der Gesundheitsregionplus verortet. Die Gesundheitslotsinnen konnten im Gespräch mit Eva Göttlein die Bedeutung von Netzwerkstrukturen augenscheinlich kennenlernen, die später für die Tätigkeit als Gesundheitslotsinnen von entscheidender Bedeutung sein werden.

Mit Anton Berndl, der Leiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes Fürth, einer Einrichtung des Bezirks Mittelfranken, wurde über Rahmenbedingungen für und Stand der Beratungsangebote sozialpsychiatrischer Versorgung diskutiert. Dabei wurde deutlich, dass es hier noch eine hohe Heterogenität in der Versorgungslandschaft in Bayern gebe. Eine systematische Gesundheitsberichterstattung in diesem Bereich, die auch Grundlage für eine gezielte Weiterentwicklung von Bedarfs- und Strukturfragen sein könne, fehle bislang, so Berndl weiter. Ebenfalls mit Herausforderungen noch wenig ausdifferenzierter Unterstützungsstrukturen müssen sich Frauenhäuser auseinandersetzen. Kathrin Auernheimer, Sozialpädagogin im Frauenhaus Fürth, stellte die Arbeit des Frauenhauses Fürth vor. Dabei zeige sich die hohe Bedeutung derartiger aufnehmender Strukturen, die sowohl die Situation hilfesuchender Frauen als auch in gleicher Weise der Kinder in den Fokus nehmen müssen. Bislang stehen Frauenhäuser vor der Herausforderung mit einem Finanzierungsmix aus unterschiedlichen Quellen die kontinuierliche Arbeit gewährleisten zu müssen, dabei spielen Spenden weiterhin eine wesentliche Rolle. In der Diskussion wurde auch deutlich, dass die Frage von gezielten Strategien im Umgang mit häuslicher Gewalt eher an Bedeutung zugenommen habe. Es gelte abzuwarten, wie sich die aktuellen politischen Diskussionen etwa zu Anpassungen im Unterhaltsvorschussgesetz spürbare Verbesserungen auch für die Arbeit der Frauenhäuser nach sich ziehen könne.

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Gesundheitslotse Eva Göttlein Jürgen Zerth
Eva Göttlein konnte die Studierenden im Zertifikatsstudiengang Gesundheitslotse mit Prof. Jürgen Zerth zu einem intensiven Meinungsaustausch begrüßen