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Student Hochschule WLH Wilhelm Löhe Hochschule Fürth

aus der Forschung

„Defining the value of medical intervention“ Klausurwoche hat den Wert interdisziplinärer und internationaler Perspektiven gezeigt

Fragen zu Wert und Werte von Diagnosen, Therapien und Strategien von Gesundheitsversorgung heute und morgen und mit dem Blick auf interdisziplinäre Zugänge und internationale Vergleiche standen im Vordergrund der vom BMBF geförderten Klausurwoche mit 12 jungen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen aus den Feldern Medizin, Ethik und Ökonomie, die sich für einen interdisziplinären und internationalen Austausch eine Woche an der WLH zusammen gefunden haben.

Neue, stratifizierte Diagnose- und Therapieschemata, die dem Prinzip individueller Diagnose-Therapieempfehlungen folgen wollen, fordern das solidarisch-finanzierte Gesundheitswesen heraus. Welchen Wert haben aus gesellschaftlicher Sicht die deutlich verbesserten Überlebenszeiten, rechtfertigen diese initiale Therapien von hunderttausende Euro, die pro Jahr Therapiekosten von über eine halbe Million Euro zur Folge haben können? Gibt es im Steuerungskorsett der Akteure genügend Anreize etwa innerhalb eines kontrollierten Wettbewerbsprozesses und begleitender Datenerhebungen Kosteneinsparungen zu erzielen oder gewinnt die Notwendigkeit hoheitlicher Festlegungen von Erstattungsfähigkeiten an Bedeutung. Diese Fragen zu Wert und Werte von Diagnosen, Therapien und Strategien von Gesundheitsversorgung heute und morgen und mit dem Blick auf interdisziplinäre Zugänge und internationale Vergleiche stehen im Vordergrund der vom BMBF geförderten Klausurwoche mit 12 jungen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen aus den Feldern Medizin, Ethik und Ökonomie die sich für einen interdisziplinären und internationalen Austausch eine Woche an der WLH zusammen gefunden haben. Organisiert vom Direktor des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin der Martin-Luther-Universität und früheren Professor für Medizinethik der WLH, Prof. Jan Schildmann, und dem Gesundheitsökonom an der WLH; Prof. Jürgen Zerth, wurde die Klausurwoche konzipiert und der Antrag vom Bundesforschungsministerium positiv beschieden. Die jungen Wissenschaftler konnten nach einem Antragsverfahren, wo sich diese mit Abstracts für die Teilnahme bewerben mussten, die Chance nutzen, in vertiefter interdisziplinärer Perspektive Fragen zur Werteorientierung und Werteentwicklung von Gesundheitsversorgung und insbesondere Innovationsbewertung aufzugreifen, zu analysieren und mit konstruktiven Blick und Neugier auf die unterschiedlichen Perspektiven zu diskutieren. Gastvorträge etwa zur Praxis der Nutzenbewertung in Deutschland durch Dr. Naomi Fujita-Rohwerder sowie Dr. Katharina Woelke vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), boten immer wieder die Gelegenheit zum Austausch mit den Anwendungsaspekten von Werten und Wertvorstellungen etwa in der Nutzenbewertung von Arzneimitteln. Fragen und Aspekte ethischer Reflektionen zum Wertekontext, gerade auch im internationalen Kontext und Vergleich, adressierte Prof. Michael Parker, Ethox Centre an der University of Oxford, der für zwei Tage mit den jungen Wissenschaftlern an der WLH ins Gespräch kam. 

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