Outgoing Students

Wenn Sie sich für ein Studium oder Praktikum im Ausland interessieren, so wenden Sie sich bitte an das Studiengangsmanagement. Wir unterstützen Sie gerne bei der Suche und Bewerbung an einer ausländischen Hochschule.

Die Rechte und Pflichten der Studierenden im Erasmus+ Programm sind in der „Erasmus+ Studentencharta“ geregelt.

Auf den nachfolgenden Seiten finden Sie Tipps und Informationen für ein Studium oder Praktikum im Ausland.

Studium im Ausland

Studierende können mit Erasmus+ nach Abschluss des ersten Studienjahres an einer europäischen Hochschule in einem anderen Teilnehmerland studieren, um dort ihre sozialen und kulturellen Kompetenzen zu erweitern und ihre Berufsaussichten zu verbessern. Sie lernen dabei das akademische System einer ausländischen Hochschule ebenso kennen wie deren Lehr- und Lernmethoden. Die Aufenthalte werden in allen Programmländern gefördert.

Vorteile eines Studiums im Ausland

  • •akademische Anerkennung der im Ausland erbrachten Studienleistungen
  • •Befreiung von Studiengebühren an der Gasthochschule
  • •Förderung auslandsbedingter Mehrkosten
  • •Unterstützung bei der Vorbereitung (kulturell, sprachlich, organisatorisch)
  • •Sonderzuschüsse für Studierende mit Kindern
  • •Sonderzuschüsse für Studierende mit Behinderung

 Erasmus+ Neuerungen seit dem Projektjahr 2014

  • •Studierende können in jedem Studienzyklus (Bachelor, Master, Doktorat) mehrfach gefördert werden.
  • •Je Studienzyklus können zwölf Monate gefördert werden.
  • •In einzügigen Studiengängen (Staatsexamen, Diplom usw.) können 24 Monate gefördert werden.
  • •Praktika können ab zwei Monatenwährend und nach Abschluss des Studiums gefördert werden.
  • •Lehramtsassistenzen werden als Praktika gefördert.
  • •Studierende, die ihr gesamtes Masterstudium im europäischen Ausland absolvieren wollen, können dies mit einem zinsgünstigen Bankdarlehen tun.

Voraussetzungen für ein Erasmus-Auslandsstudium

  • •reguläre Immatrikulation an einer deutschen Hochschule
  • •Abschluss des ersten Studienjahres
  • •Studienaufenthalt an einer Partnerhochschule, mit der die Heimathochschule eine Erasmus-Kooperationsvereinbarung (inter-institutional agreement) abgeschlossen hat
  • •Heimat- und Gasthochschule besitzen eine gültige Erasmus Universitätscharta (ECHE)
  • •schriftliche Bewerbung mit Motivationsschreiben und Lebenslauf beim International Office

Praktikum im Ausland

Studierende können mit Erasmus Praktika in Unternehmen oder Organisationen im europäischen Ausland absolvieren.
Die Aufenthalte werden in allen Programmländern gefördert.

Vorteile eines Erasmus-Praktikums im Ausland

  • EU-Praktikumsvertrag zwischen Hochschule, Unternehmen und Studierendem
  • akademische Anerkennung des Praktikums
  • Begleitung während des Praktikums durch je einen Ansprechpartner an der Heimathochschule und im Unternehmen
  • Förderung auslandsbedingter Mehrkosten
  • Unterstützung bei der Vorbereitung (kulturell, sprachlich, organisatorisch)
  • Sonderzuschüsse für Studierende mit Behinderung

Voraussetzungen für ein Erasmus-Auslandspraktikum

  • reguläre Immatrikulation an einer deutschen Hochschule
  • Heimat- und Gasthochschule besitzen eine gültige Erasmus Universitätscharta (ECHE)
  • nicht förderbar sind Praktika in europäischen Institutionen bzw. Organisationen, nationalen diplomatischen Vertretungen sowie Organisationen, die EU-Programme verwalten

Anerkennung der Auslandsmobilität von Praktika: Erasmus+ im Hochschulbereich – Anerkennung von Auslandspraktika.

Vorbereitung

Bitte beachten Sie, dass es einige Zeit und in hohem Maße Eigeninitiative des Studenten erfordert einen Auslandsaufenthalt konkret vorzubereiten. Neben der Suche einer passenden Hochschule und der Organisation des Studiums müssen beispielsweise auch die erforderlichen Gänge zu den Ämtern selbst herausgefunden und erledigt werden. Die Wohnungssuche vor Ort ist ebenfalls Angelegenheit des Studenten, doch die Gastuniversitäten helfen meist mit Informationen.

Zur Vorbereitung eines Auslandaufenthaltes gehört auch die Verbesserung der Sprachkenntnisse. Die WLH verfügt über eine Kooperation mit dem Language Center der Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm.

Neben Sprachkursen bietet der Language Center auch Seminare zur Interkulturellen Kompetenz zur Vorbereitung eines Auslandsaufenthaltes an.

Verpflichtende Sprachtests

Die Europäische Kommission hat einen Online-Sprachtest zur Verfügung gestellt. Dieser ist für alle Studierenden/Graduierten sowohl nach der Auswahl/vor Beginn der Mobilität als auch nach Beendigung des Aufenthalts verpflichtend in der Arbeitssprache zu absolvieren. Er ist jedoch kein Auswahlkriterium für die Förderung im Programm Erasmus+ und gilt nicht für Muttersprachler. Die Durchführung des Sprachtests soll nach Auswahl der in Erasmus+ zu fördernden Teilnehmer als Einstufungstest zur Dokumentation ihres aktuellen Sprachstandes dienen. Er sollte sowohl vor deren Auslandsaufenthalt als auch am Ende des jeweiligen Auslandsaufenthalts stattfinden, um miteinander vergleichbare Ergebnisse zu erhalten und ggf. erzielte Fortschritte der geförderten Teilnehmer beim Spracherwerb erfassen zu können.
Die systematische, europaweit flächendeckende Überprüfung der Entwicklung der individuellen Sprachkompetenz ermöglicht eine Evaluierung der Wirksamkeit von Erasmus+.

Anerkennung von Prüfungsleistungen aus dem Ausland

Vor dem Auslandsaufenthalt setzen Sie sich bitte mit dem Studiengangsmanagement in Verbindung um das Vorlesungsprogramm im Ausland abzustimmen. Manchmal stehen vor einem Aufenthalt bei der Gastuniversität nicht alle notwendigen Informationen zur Verfügung. In diesem Falle sollten Sie sich spätesten kurz nach Beginn des Auslandsaufenthaltes mit dem Studiengangsmanagement in Verbindung setzen. Es empfiehlt sich jedoch schon in der Bewerbungsphase Gedanken über die Studieninhalte, die schwerpunktmäßig an der Gasthochschule belegt werden sollen, zu machen.

Zur Absicherung der vereinbarten Studieninhalte wird ein sogenanntes Learning Agreement abgeschlossen.

Nach dem Auslandsaufenthalt erhalten Sie idealerweise von der Gasthochschule ein sog. Transcript of Records. Mit diesem wenden Sie sich bitte wieder an das Studiengangsmanagement, welches die tatsächlich erbrachten Leistungen bestätigt und in das deutsche Notensystem umrechnet. Das Studiengangsmanagement übermittelt die erbrachten Leistungen an das Prüfungsamt weiter, welches die im Ausland erbrachten Leistungen auf dem Studienkonto gutschreibt.

Erasmus+ im Hochschulbereich – Anerkennung von Auslandsstudien.

Abb.: Prozess der Anerkennung ausländischer Studienleistungen

Auslandsaufenthalt – Push oder Killer für die Karriere?

Auch nach dem Berufseinstieg stellt sich oftmals die Frage, ob man für den Arbeitgeber ins Ausland gehen möchte. Eine Abwägung von Pro und Contra finden Sie hier.

Finanzierung

Die finanzielle Förderung von Erasmus+ Aufenthalten von Studierenden orientiert sich an den unterschiedlichen Lebenshaltungskosten in den Zielländern („Programmländer“).

Seit dem Projektjahr 2014 gelten europaweit die folgenden Mindesthöhen für drei Ländergruppen für Studienaufenthalte (SMS):

  • Gruppe 1 (monatlich 250 Euro): Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Liechtenstein, Norwegen, Österreich, Schweden.
  • Gruppe 2 (monatlich 200 Euro): Belgien, Griechenland, Island, Kroatien, Luxemburg, Niederlande, Portugal, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei, Zypern.
  • Gruppe 3 (monatlich 150 Euro): Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Malta, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Polen, Rumänien, Slowakei, Ungarn.

Erasmus+ Praktikanten erhalten monatlich mindestens 100 Euro zusätzlich, also 350 Euro in der Gruppe 300 Euro in der Gruppe 2 und 250 Euro in der Gruppe 3.

Es gibt eine Fülle von Angeboten zur finanziellen Unterstützung von Auslandsaufenthalten. Eine hilfreiche Überblicksseite finden Sie unter Mystipendium.de. Weitere individuelle Fördermöglichkeiten mit vielfältigen Förderkriterien sind bspw. DAADFulbright, Bildungskredit, Mawista.

Welche Universitäten eignen sich für BAföG-Empfänger am besten?
Oft sind sich Studierende nicht bewusst, wie umfangreich das Förderungspaket vom Auslands-BAföG tatsächlich ist. Ein hoher Rechercheaufwand und viele Veränderungen seitens der ausländischen Hochschulen oder des BAföG-Amtes erschweren zudem die Übersicht, welche Universität wie und in welcher Höhe finanziert werden können. IEC bietet folgende Informationen auf www.ieconline.de:

Nutzen Sie die Chance und informieren Sie sich frühzeitig!

Sonderförderung

Erasmus+ soll die Chancengleichheit und Inklusion fördern, aus diesem Grund wird Lernenden aus benachteiligten Verhältnissen (dies gilt in Deutschland im Programm Erasmus+ für während des Auslandsstudiums im Ausland Alleinerziehende) und mit besonderen Bedürfnissen der Zugang zum Programm erleichtert.

Nützliche Informationen zu behindertengerechten Hochschulen der European Agency for Development in Special Needs Education: www.european-agency.org.

Studierende, die ihr Kind/ihre Kinder mit zum Erasmus+ Studienaufenthalt in ein Programmland nehmen und dort während der Erasmus+ Mobilität alleinerziehend sind, können Sondermittel als Pauschale erhalten. Die maximale monatliche Förderhöhe wird vorgegeben durch drei Ländergruppen.

Kontakt

Katrin Macco
+49 (0)911 / 76 60 69 - 12